Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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In der Nähe des Plaisas-Hofes von Striķi befindet sich ein ziemlich breites Tal mit zwei kleinen Seen. Vor langer Zeit hat sich ein einziger See über das ganze Tal ausgebreitet. Der Gutsherr von Striķi war jedoch auf den Gedanken gekommen, dass man den See ablassen könnte, wenn man einen kleineren Berg abtrug. Von dem großen See blieben nur zwei Augen — eben die beiden kleinen Seen — übrig. Als der Gutsherr von Striķi eines Tages dort fischte, verfing sich sein Netz an einem großen Kübel, von dem man glauben konnte, dass er mit Geld gefüllt sei. Der Herr versprach denjenigen, die ihn an Land ziehen würden, jedem eine Mütze voll Geld. Als der Kübel jedoch ans Land gezogen und geöffnet worden war, gab der Herr nichts und verjagte die Helfer. Kaum hatte der Herr das getan, da begann der Kübel zum See zurückzurollen. Obwohl der Herr abermals versprach, denjenigen, die den Kübel aufhalten würden, ganz gewiss eine Mütze voll Geld zu geben, wollten die Leute ihm nicht mehr glauben. Nur ganz allmählich machten sie sich an die Arbeit, aber da war der Kübel bereits im See verschwunden. Nun befahl der Herr den See abzulassen, um so in den Besitz des Geldes zu gelangen. Aber vergebens! Das Geld war in das bereits erwähnte Auge gerollt, und es gelang dem Herrn nicht, die Augen abzulassen.

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