Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Comments: T. Niedre in Gaiķenieki hat eine Sage aufgeschrieben, in der ein Bauer im Traum erfährt, wo vergrabenes Geld liegen soll. Der Gutsherr befahl ihm, den Geldkessel auszugraben, wobei er ihm auch einen Anteil versprach. Als der Kessel jedoch ausgegraben worden war, gab er dem Bauer nichts von dem Geld ab. Da versank der Kessel augenblicklich in die Erde. L. P.


Auf dem Grund des Sees von Mežamuiža (Waldgut) soll seit vielen, vielen Jahren ein Geldfass liegen. Viele haben sich schon bemüht, es herauszuholen, aber vergeblich. Das Fass soll so schwer sein, dass man es nicht mal bewegen kann. Aber einmal haben drei Pfarrer einen Faden um das Fass geschlungen und es mit Hilfe des Wortes Gottes ans Land gezogen. Schon vorher hatten sie den Männern, die ihnen bei der Arbeit halfen, jedem eine Mütze voll von dem Inhalt des Fasses versprochen. Als dem Fass der Boden ausgeschlagen wurde, schimmerten ihnen Gold und Silber entgegen. Die Arbeiter hielten ihre Mützen hin in Erwartung des versprochenen Lohnes, aber die Pfarrer unterhielten sich miteinander und grinsten beim Anblick des Fasses. Schließlich sagte einer von ihnen zu den Arbeitern: "Kinder, das sind Dinge, die Herren gehören, die kann man euch nicht geben!" Die Arbeiter ließen die Köpfe hängen, setzten die Mützen auf und schickten sich an, wieder nach Hause zu gehen. Da hörten sie, dass das Fass mit großem Gepolter und mit den Dingen der Herren in den See zurückrollte und versank. Dort soll es noch heute liegen.

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