Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Es begab sich vor vielen, vielen Jahren. Ein armer Mann träumte, dass neben einem morschen Baumstumpf hinter dem Heuschuppen des Sīkulēni-Hofes von Smiltene Geld vergraben worden sei. Er solle in einer bestimmten Nacht um zwölf Uhr zu der Stelle hingehen, denn das Geld sei für ihn bestimmt. Als der Mann erwachte, überlegte er lange, ob er nun hingehen sollte oder nicht. Endlich beschloss er nicht hinzugehen, den er fürchtete sich. Aber in der nächsten Nacht träumte er wieder vom Geld. Diesmal trat im Traum ein altes Männchen an sein Bett und machte ihm Vorwürfe, weil er nicht hingegangen sei. Am nächsten Tag beschloss der Mann das verborgene Geld zu holen. Er besorgte sich einen ordentlichen Stock aus Ebereschenholz und begab sich in der Nacht zu der gewissen Stelle. Als er die Scheune erreicht hatte, begann er nach dem Baumstumpf zu suchen. Schließlich fand er ihn auch. Aber sobald er zu graben begann, fing der Baumstumpf zu brennen an und - woher sie auch gekommen sein mochte - plötzlich schlang sich eine große silberne Schlange um ihn. Der Mann stand da und schaute erschrocken den brennenden Baumstumpf an. Aber dann ermannte er sich und versetzte der Schlange einen Schlag mit dem Ebereschenstock. Die Schlange zerfiel in winzige Stücklein und das Feuer war augenblicklich erloschen. Der Mann stand vor dem Baumstumpf und war ganz verwirrt. Als er zu graben anfangen wollte, erblickte er an der einen Seite des Baumstammes eine kleine Vertiefung, die mit etwas, das wie weiße Schuppen aussah, gefüllt war. Der Mann hob einige der Schuppen auf, um sie näher zu betrachten. Es waren Silbergroschen. Er schüttete die Silbergroschen in seine Mütze, bis sie voll wurde. Seit der Zeit mangelte es dem armen Mann nicht mehr an Geld und erlebte glücklich.

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