Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Der Herr von Mazsēņi war sehr geizig. Als er krank wurde, wollte er niemandem sein Geld hinterlassen. Er ließ eine kleine Eisentruhe anfertigen und schloss darin sein Geld ein. Dann suchte er nach einer Stelle, an der er die Truhe verbergen könnte. Schließlich hämmerte er ein Loch unter der Treppe des Vorratshauses. Seine Frau sah es und fragte ihn: "Was hämmerst du da?" Er brauche ein Loch für einen Stützpfeiler, antwortete der Mann. Nachdem es fertig war, versteckte er die kleine Truhe unter seinem Rock und begab sich wieder zum Vorratshaus. Aber seine Frau schlich ihm nach. Der Mann bemerkte es und wurde sehr zornig. Das Geld hatte er nun nicht mehr im Vorratshaus versteckt. Heimlich vergrub er das Geld in der Nähe des Schweinestalles. Niemand wusste etwas davon. Zwanzig Jahre später kamen zwei Knechte von Cēre auf das Gut. Sie wussten nichts von der Geschichte des Mannes. Aber eines Nachts träumte der eine Knecht, dass unter dem Reisighaufen neben dem alten Schweinestall Geld verborgen sei. Da er sich fürchtete, allein hinzugehen, nahm er einen anderen Knecht mit. Als sie an den Reisighaufen kamen, sprang ihnen plötzlich – woher er auch gekommen sein mochte - ein sehr böser Hund entgegen. Der bedrängte sie sehr. Die Knechte versuchten zweimal, sich der Stelle zu nähern, aber er ließ sie nicht heran. Nun beschloss der Knecht, der den Traum gehabt hatte, heimlich und allein nach dem Geld zu suchen. Er tat es, und nun ließ der Hund sich auch wirklich nicht mehr sehen. Es gelang ihm auch, das Geld zu finden. Jetzt war er ein reicher Mann geworden und zog nach Sasamaka.

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