Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Auf einem Gutshof lebte ein alter Großherr, der sehr viel Geld besaß. Ein ganzer Keller war voll davon. Der Großherr starb. Alle Leute wussten, dass er sehr viel Geld gehabt hatte, aber niemand kam daran. Wer auch den Keller betrat, kam nicht mehr heraus. Auf demselben Gutshof lebte auch ein alter Darrofenheizer. Der Alte beschloss, nach dem Geld in dem Keller des Großherrn zu suchen. Er nahm einen Bund Spanholz mit und machte sich auf den Weg. Er kam zuerst in den Torkeller, in dem sich ein Ofen befand. Der Darrofenheizer machte Feuer in dem Ofen an. Er hatte einen Topf und auch Grütze mit und wollte sich eine Mahlzeit kochen. Als sie fertig war, setzte der Alte sich hin und begann sie zu löffeln. Gleich darauf kamen zwei schwarze Männer herein, die sehr große Zähne hatten und einen Sarg mit sich trugen. Sie stellten ihn neben den Darrofenheizer hin und gingen selbst wieder hinaus. Der Darrofenheizer trat an den Sarg heran und hob den Deckel ab. Darin lag der Gutsverwalter, der schon lange vor dem Großherrn gestorben war. Da sagte der Darrofenheizer zu ihm: "Was liegst du da, komm lieber her und koste von der Grütze!" Der Gutsverwalter kletterte aus dem Sarg, setzte sich an den Grützetopf und schlug sich ordentlich den Bauch voll. Dann belehrte er den Darrofenheizer, was er zu tun habe, um an das Geld zu kommen. Er solle nur tiefer in den Keller gehen, es befinde sich hinter der dritten Tür. Er solle sich vor Gespenstern nicht fürchten und das gefundene Geld sorgfältig, in zwei gleiche Teile teilen. Wenn er seinen Rat befolge, werde er zu dem Geld kommen. Da kletterte der Gutsverwalter in seinen Sarg zurück und der Darrofenheizer legte den Deckel wieder darauf. Gleich waren auch die beiden Schwarzen zur Stelle und trugen den Sarg davon. Der Darrofenheizer näherte sich der Kellertür. Verschiedene Gespenster und Schreckensgestalten erschienen, die ihn an die dritte Tür nicht heranlassen wollten, aber er kümmerte sich nicht darum und ging nur weiter. Als er den dritten Raum betrat, fand er einen riesigen Geldhaufen. Der Alte nahm eine Schaufel und teilte das Geld gleichmäßig nach rechts und links. Schließlich blieb noch ein altes Fünfkopekenstück in der Mitte liegen. Da ergriff der Darrofenheizer eine Axt und schlug auch diese Stück mittendurch. So kam der alte Darrofenheizer zu Geld und brachte mehrere Fuhren heim.

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