Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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In Mühlgraben — hinter dem heutigen Friedhof — steht an der Landstraße, nicht weit von V. entfernt, eine Eberesche. Unter ihr soll eine Geldkiste vergraben worden sein. Ein Mann wollte mit aller Gewalt diese Kiste bekommen. Er rief mehrere Helfer herbei. Mit Spaten und Büchsen bewaffnet, brachen sie um Mitternacht auf, um das Geld auszugraben. Sie gruben und gruben, bis sie wirklich auf die Geldkiste stießen. Sie war groß und mit Eisen beschlagen. Aber sobald sie sie herausholen wollten, sank sie wieder tiefer in die Erde. Ein Ziegenbock war auch plötzlich zur Stelle und hinderte sie am Graben. Da beschlossen sie, den Ziegenbock zu erschießen. Aber sobald sie schießen wollten, stand einer der Kameraden vor ihnen. Wie sollten sie denn auf einen Kameraden schießen! So vermochten sie nicht, den Ziegenbock zu erschießen. Es wurde Morgen. Da schütteten sie die Grube zu und gingen nach Hause. Eines Nachts hatte derselbe Mann einen Traum: Wenn er das Geld bekommen wolle, so müsse er eine weiße Henne mit sieben Küken zu der Eberesche hinbringen (der Mann hatte Frau und sieben Kinder). In der nächsten Nacht machte sich der Mann allein auf den Weg und brachte eine Henne mit sieben Küken zu der Eberesche. Und wahrhaftig, er bekam die Kiste. Darin befand sich verschiedenes Geld, sogar welches aus der Schwedenzeit. Dafür ließ er sich im Mühlgraben zwei Häuser und einen Krug errichten. Aber kurz darauf verstarb seine Frau auch seine Kinder erlagen verschiedenen Krankheiten. Als der Mann selbst gestorben war, ging sein Besitz in fremde Hände über.

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