Naudu saņem tas, kam tā nolemta / Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Place of recording Domopoles pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Uz saliņas, kolna golā pi rasnuos prīdes beja aprokta naudas lela kaste. Daudzi kas par tū naudas kasti zūbus tacinuoja, bet zynuoja, ka tei nauda ir aizbūrta. Vysim cīši gribējas tū naudas skreini dabuot. Reizi sasalosa seši puiši un nakts vydā aizīt ar luopstom pi leluos prīdes un suok rakt. Rūk, rūk — jā, darūk da naudas skreiņas. Rauga skreini nu dūbes izcelt, bet gryuti īt, daboj mītus un izsveirej skreini ar mītim uz molas, rauga celt — navar kustynuot ni nu vītas. Sprīž, kū nyu darīt, sarunoj, treis aizīt uz sātu, sajyudz zyrgu, pajem svētītuos zuoles un svētītu iudini, atbrauc, apkyupynoj naudu ar svētītom zuolem, lai naškeists gors aizbāg. Šai tai īgrūza skreini rotūs un dzan zyrgu, bet zyrgs suok slaistītīs un naīt ni nū vītas. Vysaižuok jī parauga, vad zyrgu aiz golvas, syt ar peicku, stum rotus, bet zyrgs tikai stuov un slaistās. Gudroj nyu otkon puiši, kū darīt. Sarunoj īt uz sātu un atbraukt ūtrā naktī; cikam jī steivējas, daguoja reits. Aprūk otkon skreini zemē, apkyupynoj ar svētītom zuolem, īvalk krystu un aizīt vysi, kurs uz sovu sātu. Nuokūšā naktī sajyudz divi zyrgus rotūs un aizbrauc, izrūk kasti, īlīk rotūs, apkyupina zyrgus un īsyt ar peicku, lai skrīn. Zyrgi skrīn ar. Atvad naudu pi vīna ustobā un suoc tū dalīt. Vysu naudas skreini sadola sešuos leidzīguos daļuos, nyu visi laimīgi un suoc naudu lītuot: vīns nūpierk šmuku zyrgu, ūtrs lineiku, trešs otkon suoc dzert. Tai jī dūmuoja pasaprīcuot. Kai tikai jī suoka tū naudu volkuot, tai jūs tyuliņ nazkas suoka raustīt. Tikkū kurs nu jīm atsagust, tyuliņ nazkas staipa, rausta aiz kuojom un nadūd gulēt ni druskas. Vysus tai komuoja, mūcējās jī vasalu nedeli, pavysam palyka švaki i nauda pabuoda. Nyu jī nūrunuoja sabērt naudu atpakaļ skreiņā un aprakt. Sajyudzja zyrgu, īlyka skreini rotūs, aizvedja uz azara molu, izroka dūbi un īlyka skreini dūbē. Par nūtykušū pastuostīja cytim, atsaroda drūšinīki un gribēja naudu izrakt. Cik jī ni roka, bet naudas skreiņas navarēja atrast. Varbyut beja nauda izkrituse caur zemi. Auf dem Gipfel eines Hügels war neben einer dicken Kiefer eine große Geldkiste vergraben worden. Viele Leute wussten davon zu erzählen, aber sie wussten auch, dass das Geld verwunschen war. Viele hätten gern die Geldkiste besessen. Einmal versammelten sich sechs Burschen mit Spaten und machten sich nachts auf den Weg. An der großen Kiefer angekommen, begannen sie zu graben. Sie gruben und gruben, bis sie auf den Geldschrein stießen. Sie versuchten den Schrein herauszuholen, aber er war zu schwer. Da holten sie Stangen herbei und so gelang es ihnen, den Schrein aus der Grube zu holen und auf den Grubenrand zu setzen. Sie versuchten ihn zu heben, aber vermochten ihn nicht von der Stille zu bewegen. Sie überlegten lange, was zu tun wäre. Da gingen drei von ihnen wieder nach Hause, spannten an, nahmen geweihte Kräuter und Weihwasser mit und fuhren zu den anderen zurück. Sie beräucherten das Geld mit den Kräutern, um auf diese Weise den bösen Geist zu vertreiben. Mit großer Mühe wälzten sie den Schrein in den Wagen und trieben das Pferd an, aber es rührte sich nicht von der Stelle. Sie versuchten nun auf verschiedene Weise, das Pferd in Bewegung zu bringen: Sie ergriffen es am Kopf und führten es, sie peitschten es, sie schoben den Wagen, aber das Pferd stand still und rührte sich nicht. Da überlegten die Burschen wieder lange, was sie nun machen sollten. Sie beschlossen nach Hause zu fahren und am nächsten Tag zurückzukehren. Während sie es noch besprachen, wurde es Morgen. Sie vergruben den Schrein wieder in der Erde, beräucherten die Stelle mit den Kräutern und zeichneten ein Kreuz darüber. Dann gingen sie heim. In der nächsten Nacht spannten sie zwei Pferde vor den Wagen, fuhren zum Hügel, gruben den Schrein wieder aus, wälzten ihn in den Wagen, beräucherten die Pferde und zogen ihnen eins mit der Peitsche über, damit sie losrannten. Sie trabten gleich los. Sie brachten den Geldschrein in die Kammer des einen Burschen und teilten das Geld in sechs gleiche Teile. Jetzt waren alle zufrieden und begannen das Geld auszugeben; der eine kaufte sich ein prächtiges Pferd, der andere einen Wagen, der dritte begann zu trinken. Sie wollten sich des Lebens freuen. Aber sobald sie angefangen hatten, das Geld auszugeben, da begann jemand sie zu zerren und zu bedrängen. Wenn einer von ihnen sich hinlegte und schlafen wollte, war sofort jemand zur Stelle, der ihn an den Beinen zog und ihm keine Ruhe gab. So wurden sie alle eine Woche lang geplagt, so dass sie schon ganz schwach und matt geworden waren. Da beschlossen sie, das Geld in den Schrein zurückzuschütten und ihn wieder zu vergraben. Sie spannten an, hoben ihn in den Wagen, brachten ihn an den See, gruben eine Loch aus und versenkten den Schrein darin. Als die anderen Leuten davon erzählten, fanden sich mutige Burschen, die das Geld abermals hervorholen wollten. Aber soviel sie auch graben mochten, den Geldschrein fanden sie nicht mehr. Vielleicht war das Geld durch die Erde hindurchgefallen.
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