Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Auf dem Zeltiņi-Hof in Palsmane war unter einem alten Heuschuppen Geld vergraben. Einmal hat ein junges Mädchen in dem Schuppen geschlafen. Sobald sie eingeschlafen war, kam ein finsterer alter Mann herbei, der sie zu schubsen und zu stoßen begann und sagte, sie solle den Platz, an dem sie lag, verlassen. Das Mädchen fand die ganze Nacht keine Ruhe. In der nächsten Nacht wollte das Mädchen nicht an diesem Ort schlafen. Es blieb in der Stube. Nun kam ein weißer alter Mann an ihr Bett und sagte, sie solle in den Schuppen gehen, denn an der Stelle, wo sie gestern geschlafen habe, sei unter dem Fußboden Geld verborgen, das für sie bestimmt sei. Sie solle nur den kleinen Balken anheben, dreimal mit der Hand daran kratzen - dann könne sie es bekommen. Sollte sie sich fürchten, allein zu gehen, so könne sie sich auch Vater und Mutter anvertrauen. Der finstere Alte, der sie in der vergangenen Nacht geschubst hatte, sei der Wächter des Geldes. Sie solle nur ruhig hingehen und sich gar nicht fürchten. Als das Mädchen erwachte, erzählte es alles Vater und Mutter. Aber die Mutter ging nicht mit und auch der Vater fürchtete sich. So blieb das Geld unter dem Schuppen liegen. Nach mehreren Jahren wurde der Schuppen abgerissen und an seiner Stelle ein Stall errichtet. Aber damit hatte der Bauer kein Glück. Binnen drei Jahren verendeten in dem neuen Stall zwei Hengste. Da kaufte sich der Bauer eine neue Stute, aber auch die Stute verendete. Jetzt aber sollen die Pferde in dem neuen Stall gesund sein.

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