Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Zwei Frauen gingen zur Kirche von Smiltene. Sie setzten sich neben der Burgruine des Ortes hin und zogen Schuhe an. Da bemerkte die eine Frau, dass aus einer Ritze der Burgmauer Weizenkörner rieselten. Sie lief herbei und hielt ihre Schürze auf. Etwas weiter — aus einer anderen Mauerritze — rieselte Silbergeld. Dort hielt die andere Frau ihre Schürze auf. Die Weizenkörner und das Silbergeld rieselten ununterbrochen aus den Ritzen. Die Kirchenglocken läuteten, denn der Gottesdienst begann. Die beiden Frauen eilten weiter zur Kirche und beschlossen, nach dem Gottesdienst zurückzukehren und noch mehr Geld und Weizen zu holen. Sie verstopften die Ritzen mit Lappen, aus denen das Geld und die Weizenkörner rieselten. Als die beiden Frauen nach dem Gottesdienst zu den Schlossmauern zurückeilten, rieselte kein Geld und kein Weizen mehr aus der Mauer hervor. Aber sie hatten schon vor dem Gottesdienst reichlich bekommen: Die eine hatte ein Lof Weizen, die andere ein Maß Silber.

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