Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Ein Bauer, der nach Riga fuhr, erblickte ein Mäuschen, das einen Rubel im Schnäuzchen hielt und die Landstraße entlanglief. Der Bauer war ein Schlaukopf: Er nahm dem Mäuschen das Geld nicht weg, sondern schlich ihm heimlich nach, denn er wollte wissen, wo es mit dem Rubel blieb. Bald darauf sah er, dass es in einen Hümpel verschwand, aber gleich auf der anderen Seite des Hümpelchens wieder herauskam und davonlief. Der Bauer trat an den Hümpel und fand darunter viele Silberrubel. Er nahm davon, soviel er für nötig hielt, fahr nach Riga, kaufte so viel ein, dass er seinen Karren voll beladen konnte und kehrte dann heim. So tat er es lange Zeit. Seine Nachbarn wunderten sich nicht wenig und konnten nicht verstehen, woher er das Geld nahm: Mit einem leeren Wagen fuhr er zur Stadt, mit einem vollen kam er nach Hause. Sie begannen ihn zu beobachten und bemerkten denn auch, dass das Mäuschen ihm das Geld herbeischleppte. Nun holten sie selbst alles Geld, das unter dem Hümpel lag. Seitdem schleppte das Mäuschen kein Geld mehr herbei.

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