Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Einmal hatte sich ein Buschwächter am helllichten Tage in seinem eigenen Waldrevier verirrt. Er ging und ging und gelangte zu einer kleinen Lichtung. Auf der Lichtung erblickte er eine große Truhe und darauf einen schwarzen Hund. Er erschrak gewaltig und blieb wie eine Säule stehen. Als die Mittagszeit vorbei war, erhob sich der Hund, reckte sich, gähnte und begann dann von einem Ende zum anderen auf der Truhe zu laufen. Die Truhe begann zu sinken: Sie sank und sank und versank schließlich zusammen mit dem Hund in die Erde. Gleich danach fand der Buschwächter mit Leichtigkeit den Weg nach Hause. Unterwegs begegnete er einem alten Mann und erzählte ihm, was er erlebt hatte. Der Alte riet ihm das nächste Mal zwei kleine Kreuze unter die Lade zu schieben, dann würde er das Geld, das sich in der Truhe befand, in Besitz nehmen können. Nachdem der Alte so gesprochen hatte, verschwand er. Gesagt, getan. Am nächsten Tag fertigte der Buschwächter zwei kleine Kreuze an. In der Mittagszeit begab er sich in den Wald, schlich sich unbemerkt an die Truhe heran, schob unter jedes Ende ein Kreuz und versteckte sich dann hinter einem Baum. Nachdem der Hund sich ausgeschlafen hatte, erhob er sich, reckte sich, gähnte und begann dann genau so wie am Tag vorher den Truhendeckel zu treten, aber die Truhe sank und sank nicht. Dann wandte sich der Hund dem Baum zu, hinter dem sich der Buschwächter versteckt hatte, warf ihm den Schlüssel hin und sagte: "Wer das Pferd genommen hat, der kann auch das Zaumzeug haben!" Bei dem Wurf wurde dem Stamm ein große Stück Holz abgespalten, aber der Hund verwandelte sich in einen Wirbelwind und sauste davon. Der Buschwächter brachte das Geld heim und wurde ein reicher Mann. Der Alte, der ihn den Rat gegeben hatte, war Gott selbst gewesen.

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