Das Geld bekommt derjenige, für den es bestimmt ist

From Pasakas un teikas
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Comments: R. V. Bērziņš aus Annenieki hat (Etn. I, 1891) folgende Geschichte zugeschickt: Ein altes Mütterchen hat mir erzählt, dass es mehrmals Geld in Tiergestalt gesehen habe. Solche Tiere seien sehr zahm und folgten Menschen nach, als möchten sie um etwas bitten. Sobald sie berührt werden, verwandeln sie sich in einen Geldhaufen. P. Š.


Ein Mann hat im Traum erfahren, wo man nach Geld graben solle. Er erhob sich, machte sich auf den Weg und begann mit der Arbeit. Nun erschienen verschiedene furchterregende Tiere: Bären, Wölfe, sogar Teufel. Ein gewaltiger Sturm brach los. Aber er kümmerte sich um nichts, sondern grub einfach weiter. Schließlich holte er einen ganzen Topf Geld aus der Erde hervor und machte sich auf den Heimweg. Aber zwei Wölfe folgten ihm, der eine an der einen Seite, der andere an der anderen Seite und wollten ihm das Geld wegnehmen. Der Mann sagte kein Wort. Aber da sieht er, dass der eine Wolf ihm den Bauch aufschlitzt und die Eingeweide herauszerrt. Aber er sagt noch immer kein Wort. Schließlich kommt er nach Hause und ruft: "Steh auf, liebe Frau und mache Licht an, mein letztes Stündchen scheint gekommen zu sein! Ein Wolf hat mir den Bauch aufgeschlitzt, ich habe mein Eingeweide hinter mir her geschleift." Da sprang die Frau erschrocken auf. Sie zündet das Licht an und sieht: Ein Roggenhalm hat sich am Rock des Manne verfangen und hängt an seinem Rücken. Seit der Zeit hat der Mann Geld genug gehabt.

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