Verschiedene Sagen über Geld

From Pasakas un teikas
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In der Nähe von Jūdaži befindet sich ein mehrere Werst langes und breites Moor, in dem nur vereinzelte kleine und verkrüppelte Kiefern wachsen. Mitten darin befinden sich drei ziemlich große Seen, die man vom Festland aus sehr schwer erreichen kann. Eine Schneise, so breit wie eine gute Straße, führt durch das Moor und trennt die beiden Seen voneinander. Es wird erzählt, dass diese Straße in Kriegszeiten von Soldaten errichtet wurde, um das Moor überqueren zu können. Das russische Heer habe damals ein schwedisches Regiment in einen der Seen getrieben, der davon den Namen Zviedru ezers (der Schwedensee) bekommen hat. Eine Werst südlich vom Schwedensee befindet sich der Umuras-See, der unterirdisch mit dem Schwedensee verbunden ist. Am Nordostufer des Umuras-Sees erhebt sich auf einer Moorinsel ein Hügel. Darauf haben Geldsucher tiefe Löcher gegraben. Der Schmied des Krene-Hofes hat dort mit Hilfe des Wahrsagers eine große Geldtruhe ausgegraben. Er befolgte jedoch nicht den Rat des Wahrsagers, der ihm empfohlen hatte, das Geld unter seine Verwandten zu verteilen. Er konnte sich zwar eine ganze Menge Geld aus der Truhe holen, aber dann ist die Truhe tosend wieder in die Erde versunken. Er brachte das Geld, das er an sich hatte nehmen können, nach Hause, aber bald darauf wurde er sterbenskrank. Er wälzte sich auf seinem Lager mit dem Geld, als wäre es Spreu. Viele sagten, er würde um des Geldes willen sterben müssen. Da bat der Kranke seinen Bruder, er möchte das Unglücksgeld wieder fortbringen. Der Bruder schüttete das Geld auf einem nahegelegenen Hügel in die Kartoffelmiete.

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