Verschiedene Sagen über Geld

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Viele haben auf den Dobe-Hügeln (bei Sirmele) — an der einen oder anderen Stelle — nach einem vergrabenen Schatz gesucht. Aber es war vergeblich. Die Gruben, die man am Tage ausgegraben hatte, waren nachts wieder zugeschüttet worden. Ein Mann hatte sich auf dem Burgberg von Dobe an einem Strick durch den Schornstein ins Schloss hinuntergelassen, und hatte Engel (Geister) gesehen, die dort saßen und in Büchern lasen. Sie fragten den Ankömmling, ob die Vögel in den langen schwarz-weißen Röcken noch immer den Berg umflögen. (Noch heute gibt es viele Elstern auf den Dobe-Hügeln). Er antwortete: "Ja!" Dann sprachen sie: "So müssen wir noch tausend Jahre hier unten sitzen. Wenn die Vögel in den langen schwarzweißen Röcken jedoch nicht mehr herumfliegen werden, kommen sie aus dem Berg heraus und zerstören die Welt. Ein anderer, der auf einem der Dobe-Hügeln eingeschlafen war, träumte von einem prachtvollen Hochzeitszug, der an ihm vorbeizog. Als er wieder erwachte, fand er an der Stelle ein silbernes Hufeisen. Ein anderes Mal ist einem anderen Schläfer auf dem Dobe-Hügel ein Geist erschienen, der ihm erzählte, was alles in dem Hügel verborgen sei und wie er an die Schätze herankommen könne. Als der Schläfer vor Verwunderung ausrief: "Ach Gottchen!" — ist der Geist augenblicklich verschwunden, und der Mann hat sogleich alles, was er ihm gesagt hatte, vergessen. Der versunkene Schatz blieb unten im Schloss, wo er bis jetzt gelegen hatte. Früher hat man auf dem Gipfel des Hügels eine Öffnung sehen können (jetzt ist davon keine Spur mehr zu finden). Hat man damals durch die Öffnung eine Ente hinuntergelassen, so kam sie wieder unten auf dem See zu Vorschein. Früher entsprang dem Incēni-Berg eine Quelle. Später befand sie sich tiefer am Fuße des Berges. Noch heute ist die Wiese unten am Berg feucht.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox