Verschiedene Sagen über Geld

From Pasakas un teikas
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Einmal hatte der König von Schweden die Kopfbekleidung des Urgroßvaters vom Küster der Rigaer Domkirche an sich genommen. Nach einiger Zeit verlangte der Küster seinen Hut zurück. Da sprach der König: "Ich will dir viel Geld geben, wenn du mir dafür den Hut des Vaters deines Vaters überlässt." So weit, so gut. Der König nahm die Schlüssel der Domkirche, führte den Küster in die Kirche, verband ihm die Augen, schloss eine Tür auf und führte ihn nun durch viele Gänge. Bald musste er bald treppauf treppab gehen; schließlich kamen sie an einen Ort, wo man kaum noch Luft holen konnte. Dann schob der König einen Riegel zurück und plötzlich konnte man wieder ganz leicht atmen. Sie gingen noch ein Stück weiter und befanden sich bald darauf in der Schatzkammer. Der König nahm ihm die Binde von den Augen, damit er die Wunder sehen konnte. Da war auch viel zu schauen: Drei große Verschläge waren mit Geld gefüllt: der eine mit Gold, der andere mit Silber, der dritte mit Kupfer. In dem dritten Verschlag stand auch eine kupferne Kalesche. Der Küster zog seinen Mantel aus und schüttete ihn voll mit Goldgeld. Danach führte der König ihn in einen anderen Raum, in dem sich sehr viele Bücher befanden. Ein sehr großes Buch war mit Ketten angeschmiedet. Der König sagte: "Dieses Buch benötige ich mehr als alles andere!" Dann verband er dem Küster wieder die Augen und brachte ihn auf denselben Weg hinaus.

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