Verschiedene Sagen über Geld

From Pasakas un teikas
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In Ludza — nicht weit von der Zaļā muiža (Grünhof) entfernt, zwischen Kosnopole und Apinķi, erhob sich vor langer Zeit eine große Burg, durch die ein Bach floss. Ivan der Schreckliche soll diese Burg zerstört haben. Jetzt erhebt sich an jener Stelle nur noch ein hoher Hügel. Es wird erzählt, dass im Inneren des Berges eine Höhle sei, in die man nur durch eine sehr schmale Öffnung gelangen kann. Vor etwa achtzig Jahren waren Leute in den Berg hinabgestiegen, um dort nach Geld zu suchen. Man konnte jedoch nur am Ostermorgen, als die Kirchgänger um die Kirche herumgingen, in ihn hinabsteigen. Also waren damals — vor gut 80 Jahren — zwei Männer, Soloničs und Platpīrs, in den Berg hinuntergeklettert. Als sie sich durch die schmale Öffnung gezwängt hatten, erblickten sie eine Tür. Davor fanden sie einen schwarzen Hund und ein junges Mädchen. Dieses befahl dem Hund, sie in Ruhe zu lassen. Den Männern erlaubte es, drei Scheffel Gold mitzunehmen. Sie nahmen das Gold, krochen wieder hinaus und brachten es auf den Hof von Platpīrs. Am Ostertag wollten sie es aber nicht teilen und verschoben das Aufteilen auf den nächsten Tag. Aber dann wollte Platpīrs dem Soloničs kein Geld mehr geben. Beide begannen sich darum zu schlagen. aber ein solches Geld, das aus der Tiefe des Berges gekommen ist, liebt Schlägereien nicht. Es Verschwand und ließ die verwunderten Finder mit leeren Händen zurück.

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