Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Vor vielen Jahren lebte im Lugažu krogs ein Krugwirt, der aus einer fremden Gegend gekommen war und sich oft in einen Werwolf verwandelte. In der Umgebung hatte er fast alle Schafe geraubt. Die Bauern schossen nach ihm und hetzten die Hunde auf ihn, aber sie konnten nichts gegen ihn ausrichten. Niemals haben sie ein Schaf, das der Werwolf fortgetragen hatte, zurückbekommen. Ein Bauer, der nach seiner Herde suchte, fand bei dem Krugwirt die Felle seiner Schafe. Von da ab begannen die Leute der Gegend, ihn aufmerksamer zu beobachten. Als sie sich gar nicht vor ihm mehr retten konnten, wandten sie sich an den Großherrn und baten ihn um Hilfe gegen den bösen Werwolf. Der Großherr versprach es. Eines Tages unterhielt er sich mit dem Wirt und erfuhr dabei, dass er sich tatsächlich in einen Werwolf verwandeln könne. Der Großherr hatte drei Schafe fremder Herkunft. Er versprach dem Wirt 300 Rubel, wenn er bei Tag und in Gegenwart vieler Leute in der Lage sei, den Hirten diese Schafe zu rauben. Sie vereinbarten einen Tag und die Uhrzeit, zu der es geschehen sollte. Der Großherr begab sich um die Zeit zusammen mit den Hirten und vielen anderen Herren mit Büchsen und Jagdhunden zur Hüteweide, denn sie wollten den Werwolf dort töten. Zu der vereinbarten Stunde war der Werwolf zur Stelle und trug ein Schaf nach dem anderen fort. Wohl schossen sie nach ihm, aber die Schüsse trafen ihn nicht. Sie hetzten auch die Hunde nach ihm, aber die Hunde erreichten ihn nicht und er kam mit heilem Fell davon. Als der Großherr sah, dass er auf diese Weise sich vom Werwolf nicht befreien konnte, brachte er ihn heimlich an einen anderen Ort und befahl ihm, sich in der Gegend von Valka nicht mehr sehen zu lassen. Das Geld, das er dem Wirt versprochen hatte, verteilte er an die Bauern der Gegend, die am meisten geschädigt worden waren.

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