Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Zur Zeit der Fronarbeit hatte der Darrofenheizer eines Nachts in der Korndarre von Lestene Getreide gestohlen, das er nach Hause brachte. Als er in den Wald kam, erblickte er viele Werwölfe, die sich auf der Straße versammelt hatten. Sie starrten ihn alle an, als würden sie sich gleich auf ihn stürzen wollen. Glücklicherweise beruhigte ein größerer Werwolf mit einem dicken buschigen Schwanz die anderen, und so ließen sie ihn vorbei. Das wäre es nun eigentlich gewesen. Aber am nächsten Morgen rief der Herr den Darrofenheizer zu sich und fragte ihn: "Wohin bist du gestern gefahren? Was hast du auf deinem Wagen gehabt?" – "So und so, gnädiger Großherr, ich hatte Roggen geladen." – "Nun, diesmal verzeihe ich dir noch, aber hüte dich, in der Zukunft lange Finger zu haben! Hätte ich dich gestern nicht gerettet, so wärest du in dem Wäldchen in kleine Stücke gerissen worden. Es war dein Glück!" (An jenem Abend hatten sich in Lestene viele Herren versammelt, die alle Werwölfe waren, der Wolf mit dem dicken Schwanz aber war der Großherr von Lestene selbst gewesen.)

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