Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Einmal waren Mann und Frau beim Heumachen. Der Mann war ein Werwolf. Als er merkte, dass, sich die Zeit näherte, in der er sich in einen Wolf verwandeln musste, rief er seiner Frau zu: "Bleib stehen, Frau, bleib stehen!" Dann übergab er ihr seine Harke und sagte: "Sollte jemand aus dem Wald hervorkommen, musst du dich gegen ihn verteidigen." Die Frau stand und wartete, aber niemand kam. Schließlich kam ein Wolf aus dem Wald gerannt und sprang auf den Heuwagen. Da stürzte sich die Frau mit der Harke auf den Wolf und schlug auf ihn blindlings ein. Es war ihr egal, ob sie seinen Kopf oder seine Augen dabei traf. Sie prügelte solange auf ihn ein, bis die Zinken der Harke abgebrochen waren. Schließlich rannte der Wolf in den Wald davon. Kurz darauf kehrte der Mann zu ihr zurück. Sein Gesicht war zerkratzt und er blutete. Als die Frau ihn fragte, weshalb sein Gesicht so zerschunden sei, erwiderte er: "Musstest du denn so zustoßen? Du hast mich ja selbst so zugerichtet!"- "Ich habe selbst diesen Mann gesehen", sagte die Märchenerzählerin, "er hieß Alts und lebte auf dem Pūķi-Hof. Auch der Pūķis selbst hat ihn als Wolf gesehen."

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