Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Ein Knecht hatte schon seit langer Zeit beobachtet, dass sein Bauer sich in einen Werwolf zu verwandeln pflegte. Als er ihn wieder einmal dabei ertappte, dachte er: "Warte du nur, du Teufelsknecht, ich werde dafür sorgen, dass dir die Freude daran vergeht, dich noch einmal in einen Werwolf zu verwandeln!" Er besorgte sich eine ordentliche Keule, packte den Wolf bei den Ohren und begann ihn mit aller Kraft zu prügeln, wobei er rief: "Verende, Werwolf, werde ein ehrlicher Mensch wie alle anderen, lass dein Wolfsfell dort, wo du es bekommen hast, werde nie mehr zu einem wilden Tier. Möge Gott mir helfen!" Er wiederholte jene Worte dreimal. Schließlich verletzte er das linke Vorderbein des Wolfes — er sollte an die Zeit, als er ein wildes Tier gewesen war, erinnert werden. Als er den Wolf losließ, rannte dieser jaulend und heulend davon. Seit der Zeit hat er sich nie mehr in einen Werwolf verwandelt oder verwandeln können. Als der Knecht nach Hause kam, konnte er sich davon überzeugen, dass der Bauer tatsächlich ein Werwolf gewesen war: Er war verprügelt und verletzt, seine linke Hand blutete. Der Bauer, und der Knecht sprachen jedoch nie davon. Der Bauer sagte nur, dass er gefallen sei und dass er sich dabei seinen Arm gebrochen habe.

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