Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Einmal waren Männer bei der Heumahd. Plötzlich sagte einer von ihnen: "Wo könnte man jetzt nur ein Schäfchen finden, ich hätte große Lust darauf." Nicht weit von der Stelle waren viele ausgebrochene Baumstümpfe aufgeschichtet. Er begab sich dorthin. Die anderen warteten auf ihn, aber er kam und kam nicht zurück. Da gingen sie nachsehen, was er denn dort wohl trieb. Sie gehen hin und sehen: Seine Kleider liegen vor den Stümpfen auf der Erde. Eine Wurzel bildet eine ziemlich große Lücke zwischen den Baumhölzern. Der Bauer kannte sich in diesen Dingen aus. Er begriff sogleich, was hier zu machen war. Er besorgt sich einen Knüppel, versteckt sich hinter einem Stumpf und wartet. Nachdem so eine Weile vergeht, sieht er, wie ein Wolf ein fettes Schaf herbeischleppt. Er schiebt es zuerst durch die Lücke hindurch. Dann kriecht er selbst hinterher. Als er soweit hindurchgekrochen war, dass nur der Schwanz noch auf der anderen Seite hervorlugte, schlug der Bauer mit seinem Knüppel auf den Schwanz ein, der sich bald nicht mehr rührte. Gleich darauf eilte der Bauer auf die andere Seite des Stumpfes und verprügelte den Wolf, damit er nicht mehr zurückkriechen konnte. Sobald der Werwolf sich wieder in einen Menschen zurückverwandelt hatte, brachten sie ihn nach Hause. Sein Schwanz aber blieb am Baumstumpf liegen. Der Mann wollte mit aller Macht zurücklaufen: Er schrie und zappelte, aber sie brachten ihn nach Hause, ganz gleich, ob er nun schrie oder nicht. Am nächsten Morgen war der Wolfsschwanz verschwunden. Seit dieser Zeit hat der Mann kein Schaf mehr geraubt.

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