Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Als die Leute früher nichts zu essen hatten, pflegten die Frauen sich in Werwölfinnen zu verwandeln. Sie ordneten Holzstäbchen nach einem besonderen Wissen, sprangen darüber und wurden zu Werwölfinnen. Dann liefen sie auf Nachbarhöfe, rissen Lämmer und fraßen sich satt. Dann liefen sie wieder heim, sprangen über die Stöckchen und verwandelten sich in Frauen zurück. Aber einmal ist es einer Magd dabei schlecht ergangen. Sie verwandelte sich in eine Werwölfin, riss das Schaf eines Nachbarn und kehrte wieder zurück, aber während ihrer Abwesenheit hatte jemand die Stöckchen verschoben. Sie sprang darüber und nahm zwar wieder ihre menschliche Gestalt an, aber den buschigen Wolfsschwanz behielt sie zurück.

Als sie schon verheiratet war, ging sie nie zusammen mit anderen Leuten zur Badestube, sondern blieb immer die Letzte. Einmal hatte die Schwiegermutter beobachtet, dass ihre Schwiegertochter eine Werwölfin war. Sie beobachtete sie durchs Badstubenfensterchen und sah, dass die Schwiegertochter ein Spanholz anzündete und sich an der Flamme die Schwanzhaare absengte.

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