Cilvēks labprāt pārvēršas par vilkatu / Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz kāds sainiks a sov puiš aŗ laukē. Us vienreiz sainiks pazūd un peic ilg laik atsrodas akal. Viš dome: "Kur elē viš iet un paliek tik ilg nost? Ko viš mežē tik ilg var dart?" Bet nu neko, kas sainikam var prast, kur viš iet, kur nē? Viš ju pats zin sovs daršens. Diensvidē, kad vis sanāk pi lounag, sainc ir isvāres kunkaļs a priš gaļ. Tāds lounags visem lab smeķe — vis poēd, ka tik sten vien un tad iet dienvid gult. Peic kādam dienam, kad sainiks a puiš pļouj sien pļavē, us vienreiz sainiks pazūd akal. Peic liele laik viš atnāk akal. Kād brīsnin tie vel papļouj un tad iet akal pi diensvid. Loungē ir akal rāciņ a priš; gaļ. "Kur elē sainc jem to priš gaļ es viņs neredz nevien jēr kaujam?" Bet nu tas puiss to sainik vairak uspase. Peic kād nedaļ laik, kad viņ a sainik ab div taise apkārt louk žog, puiss redz, ka tas sainiks noliek cirpi vien celm zemē un iet projnes mežē iekšē. "Pa, pa!" puiss dome, "es tokš grib redzt, kur tu iet un ko tu tur mežē dar?" Viš noliek sov cir ē un iet notālens sainikam pakļē, bet tā ka tas viņ neredz. Lab gabal tā pa tād lielē mež gājš, sainiks āsiet tādē lielē, nejoukē purmalē. Tur islūds tād liel, vec krebaļ egel ar liel lukiņ, tam tas vienlede saken tā sasloces, tas vid pasceles tā us ougš, ka pa to līkam apakš vīrs var islīst coures. Sainiks pi to liele lukiņ apstājes. Puiss ās vien krūm slepen apstājes, stāv un skates, ko sainiks tur nu dars. Tas sainiks papriekš apskates it ciet visapkārt, u tik kāds kur nav, kas us viņ skates. Kad neko neredz, tad viš sāk pi to lukiņ gūņtes: krīt gaŗ zem, metes augšpēd, pa gāl pāres un vēl kā nekā. Tā diezgan issgūņes un issmētes, viš līž cour to sakeņ apakš cour kāds reizs trīs. Puiss tik nu skates un rauges, kas tur nu isjuks. Kad nu sainiks trešreiz islīž cour to saken apakš cour, tad puiss rouges: sainiks vairs nav nekāds, tē vietē isnāk lieles vilks. Tas nospurnes, isstaipes un sāk skriet pa to mež projnes. Puiss tā pārsbijes, ka tirpkeļ isiet cour visem koulem un viš nebūt nezin, ko nu le dart. Bet kamērt viš tur vēl stāv un dome, viš iesklouses, ka turpat netāļ ās to mež pļavē gan sāk nežēlig ourt: "Ou, ou, ou! Britan, Lāč, cui, cui, cui! — ro ku lieles negantes zvērs ajēs (aitās), cui, cui, cui, ou, ou! voi, mans Šēss! manam labam jēram mugrē un a vis jātnisk vien pa žog pāre un mežē iekš! Ak tu viens nol ... (nolāpāms) pa man labe jēr! Vei, man Šēss, vei, mans Š ..., ko es, nabags, nu dars! mans labes jērs pagalam!" Tā tas gansiev vel doudz issaures un issbreices, rīddan tos suņs; tie gan skrēj mežē iekšē rēj: "Ķiuks, ķouks, ķiuks, ķuoks!" bet nekas — peic paliek vis klus. Peic tād brīsniņ viš netīš iesskates, tas lieles vilks atskrējs ās to lukiņ, sviež to jēr zemē — tas ju i pagalam. Vilks nu līž cour to saken ap'š trīsreiz coures; puiss rouges — nu vairs vilks nav nekāds un viņ sainiks iet tam jēram klāt, sviež to pa kameš un iet pa mež projnes us mājam. Puiss nu skrej, ko vien kājs nes, le tapt sainikam priekšē pi to žog. Tik ko top klāt pi žog, paķer sov cir un cērt, ko nag nes, le sainiks redz, ka viš dzīve (strādā). Tas nenāk nu vis pi puiš, bet iet ar sov jēr pa mugar proj uz mājam, iedod jēr saince, le vār loungē gal a kāļem un pats iet pi puiš, ās louk žog taist. Sainiks nesliekes neko zinam, jem sov cir un sāk akal cirst miets un cits žog koks. Bet puiss cērt un tais ē, bet avien uz to sainik tā šķielisk paskates. Kad laiks, tie iet pi diensvid un pi lounag. Puiss nu zin, kas tas i pa gaļ, ko ēd, bet cit nezin neko. Jērgaļ a kāļem lab smek — vis ēd nags laizdem. Ein Bauer und sein Knecht pflügten den Acker. Auf einmal verschwand der Bauer und kehrte erst nach längerer Zeit zurück. Da dachte der Knecht: "Wo zum Teufel bleibt er nur? Und was kann er im Wald so lange tun?" Aber dabei blieb es denn auch: Wer kann schon den Bauer fragen, wohin er geht und was er tut. Er weiß selbst um seine Angelegenheiten. Zur Mittagszeit, als alle sich zum Essen versammeln, sehen sie, dass der Bauer Klöße mit frischem Fleisch gekocht hat. Ein solches Essen mundet allen gut. Sie schlagen sich den Bauch voll und legen sich dann hin, um ein Mittagsschläfchen zu halten. Eines Tages, als der Bauer mit seinen Knechten auf der Wiese beim Heumachen war, verschwand er wieder. Nach längerer Zeit kehrte er erst zurück. Diesmal gab es Kartoffeln mit frischem Fleisch zum Mittagessen. Da dachte der Knecht bei sich: "Woher zum Teufel nimmt der Bauer das frische Fleisch? Ich sehe nie, dass er ein Lamm schlachten würde." Von da an beobachtet er den Bauer aufmerksam. Eine Woche später, als der Knecht und der Bauer dabei sind, ein Feld einzuzäunen, sieht der Knecht, dass der Bauer seine Axt weglegt und sich in den Wald begibt. "Warte nur“, denkt der Knecht sich, "ich will doch sehen, wohin du gehst und was du im Wald treibst!" Er legt ebenfalls seine Axt weg und folgt dem Bauer heimlich. Nachdem beide eine ganze Weile durch den Wald gegangen sind, tritt der Bauer an eine hohe alte Tanne, die am Rande eines Moores wächst und deren Wurzeln so weit aus der Erde hervorragen, dass man unter ihr hindurchkriechen kann. Der Bauer bleibt davor stehen, dann wirft er sich zu Boden, legt sich auf den Rücken, macht einen Purzelbaum und verschiedene andere Kunststücke. Nachdem er sich so ausgetobt hat, kriecht er dreimal unter der Wurzel hindurch. Nachdem der Bauer das dritte Mal auf diese Weise hindurchgekrochen ist, sieht der Knecht, dass es keinen Bauern mehr gibt: Er hat sich in einen großen Wolf verwandelt, der sich schüttelt, reckt und streckt und dann in den Wald verschwindet. Der Knecht ist so erschrocken, dass er zu zittern beginnt und nicht weiß, was er nun machen soll. Während er noch ratlos da steht, hört er ein schreckliches Jaulen aus der nahen Waldwiese: "Ou, ou, ou! Britan, Wölfe Cui, cui, cui ! Seht wie das große, schreckliche Tier zu den Schafen springt – cui, cui, cui, ou, ou! Oh weh, mein Jesus! Meinem besten Lamm auf den Rücken und mitsamt rittlings davon über den Zaun und hinein in den Wald!— Ach mein Jesus! —jetzt packt er mein bestes Lamm im Nacken. Ach, du verdammtes Biest, mein allerbestes Lamm holt er! Ach, Jesus, ach Jesus, was soll ich, Arme, nur tun — mein bestes Lamm ist verloren!" Die Viehhüterin schreit und jammert noch eine ganze Weile und hetzt ihre Hunde dem Wolf nach. Die Hunde laufen in den Wald und bellen, aber bald wird alles wieder still. Bald darauf sieht der Knecht, dass der große Wolf zurückgelaufen kommt und das tote Lamm vor der Wurzel auf die Erde wirft: Dann kriecht der Wolf dreimal unter der Wurzel hindurch. Danach ist er kein Wolf mehr, er ist wieder der Bauer, der das Lamm aufhebt, es auf seine Schulter hebt und durch den Wald nach Hause geht. Da rennt der Knecht, so schnell, wie die Beine ihn tragen, aufs Feld zurück, damit der Bauer sieht, dass er bei der Arbeit ist. Aber der Bauer kehrt gar nicht an den Zaun zurück, sondern begibt sich geradeswegs nach Hause. Dort überreicht er das Lamm der Bäuerin, die es zu Mittag mit Steckrüben kochen solle, und kehrt dann zu seinem Knecht und zur Arbeit zurück. Der Bauer lässt sich nichts anmerken: Er hebt seine Axt auf und beginnt Zaunpfähle herzurichten. Auch der Knecht arbeitet weiter, aber heimlich schaut er den Bauer von der Seite immer wieder an. Bald ist es Mittagszeit, beide gehen zum Essen heim. Der Knecht weiß, was das für ein Fleisch ist, das sie essen, aber die anderen wissen nicht Bescheid. Lammfleisch mit Steckrüben schmeckt gut — sie essen und lecken sich noch die Finger ab.
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