Menschen verwandeln sich gern in Werwölfe

From Pasakas un teikas
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Früher, verstanden die Russen sich zu verwandeln. Aus der Herde des Kozuļņi-Hofes verschwanden jeden Tag Schafe. Die Hirten gaben sich zwar alle Mühe, sie zu bewachen, aber es war vergeblich. Der Kozuļņi-Bauer hatte ein Gewehr. Nun beschloss er, selbst die Schafe zu bewachen. Er hängte sich ein Betttuch um, versteckte darunter die Büchse, begab sich zur Hütung, setzte sich hin und wartete auf den Wolf. Er musste nicht lange warten: Eine halbe Stunde später sprang ein großer Wolf aus dem Gebüsch hervor und stürzte sich unter die Schafe. Der Bauer zielte und schoss. Der Schuss traf den Wolf in der Brust. Er ließ ein Schaf fallen und verschwand im Gebüsch. Am nächsten Tag hörte man: Im russischen Nachbardorf gebe es eine Beerdigung. Ein Russe, der im Walde von jemandem angeschossen worden war, solle bestattet werden. Der Russe hatte vermocht, sich in einen Wolf zu verwandeln. Er hatte anderen Landsleuten Schafe gebracht, aber nun war er auf einen schlauen Mann gestoßen, der ihm den Garaus gemacht hatte. Seit der Zeit bekamen die Bauern des Kozuļņi-Dorfes keinen Wolf mehr zu sehen.

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