Der erlöste Werwolf

From Pasakas un teikas
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Ein Pflüger aß auf dem Acker zu Mittag. Da erschien ein Wolf und sah den Pflüger mit tränenvollen Augen. Da dachte der Pflüger, der Wolf sei wohl sehr hungrig und warf ihm ein Stück Brot hin. Das Tier schnappte das Brot und rannte in den nahen Hain. Nun wollte der Pflüger sehen, was der Wolf mit dem Brot anfängt, und folgte ihm. Er sieht: Der Wolf verschlingt das Brot und beginnt dann aus dem Fell zu schlüpfen. Als er die Haut abgestreift hat, ist er kein Wolf mehr, sondern ein Mensch. Nun erzählt er dem Pflüger, dass er seit drei Jahren als Werwolf herumgelaufen sei und sich vom Fleisch der Schafe und der Hunde genährt habe. Habe er selbst mal kein Tier reißen können (seine Zähne seien nicht so scharf wie die eines echten Wolfes), so hätten es andere Wölfe für ihn getan und ihm ein Stück Fleisch hingeworfen. Danach bedankte er sich bei dem Pflüger für dessen Gutherzigkeit, dass er ihm von seinem Brot gegeben hatte, und lief dann froh davon, um zu den Seinigen zurückzukehren.

Einmal brachte ein kleines Mädchen seinem Vater Grütze aufs Feld. Aber der Vater und alle seine Knechte waren an jenem Tag in Werwölfe verwandelt worden. Sie kamen dem Mädchen entgegen. Das Mädchen erschrak und warf in seiner Angst den Werwölfen Brot und Grütze zu. Diese verschlangen die Speisen und wurden sogleich wieder zu Menschen.

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