Vilkats atsvabināts / Der erlöste Werwolf

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Kuods saiminīks mežā ors. Saiminīca pēc pirmā cieliņa (cēliena) iznasusa brūkasti. Adūt otnuocs vilks. Šis nūdūmajs, kuo vilks skrīs pī zirga, todieļ svīds puor muguru nāzi vilkam. Vilks poņiems nāzi un īguojs mežā. Por kuodu loiciņu iznuocs otkal nū meža. Nu saiminīks svīds or douci. Vilks poņiems douci, īguojs mežā, bet por loiciņu otkal iznuocs. Togad saiminīks īdūmajs: "Loikam vilks bous izsolcs, juodūd moizi!" Un tuo oizsvīds puor mugaru moizas goliņu. Vilks poņiems moizi, īskriejs mežā un nu voirs nanuocs otpakaļ. Rudenī saiminīks broucs iz Reigu. Reigā īguojs pī kuoda būdnīka un solīcs linus. Būdnīks cīnajs or pusdīnu, bet iz telvarķa bejš likti divi nāži: doucs un līcams nāzs. Saiminīks socījs: "Kū or divim nāžim loi doru?" Tis otbildajs: "Kuo, voi tu tū nāžu napazeisti? Tī ir tavi nāži, kurus vilkam svīdi. Muni vīns bej podarijs nor vilkatu un nūsocijs, kuo tik tod tikšu voļā, jo tuodu moizi iediš, kas puor mugaru svīsta. Tu nu svīdi tuodu moizi; es viņu opiedu un toulit mežā nūmetu vilka uodu — poliku pliks; beidzūt koutkur nūzogu kuortu drābju, opģārbūs un puornuocu muojā." Būdnīks nū prīka, ko savu lobdari sotics, opduovinaja saiminīku nū golvas leidz kuojam. Saiminīks policis bogats veirs. Ein Bauer pflügte im Wald. Die Bäuerin kam mit dem Frühstück. Beim Essen kam ein Wolf. Nun, der Bauer dachte, der Wolf werde zum Pferd laufen, und warf über die Schulter sein Messer nach dem Wolf. Der Wolf nahm das Messer und lief damit in den Wald. Nach einer Weile kam der Wolf erneut. Jetzt warf der Bauer seinen Dolch. Der Wolf nahm den Dolch und ging in den Wald, aber nach einiger Zeit kam er wieder. Jetzt dachte der Bauer: „Der Wolf wird wohl hungrig sein, ich muss ihm wohl Brot geben!“ Und er warf ein Stück Brot über die Schulter. Der Wolf nahm das Brot, lief in den Wald und kam nicht wieder. Im Herbst fuhr der Bauer nach Riga. In Riga ging er in ein Geschäft, um Leinen zu kaufen. Der Kaufmann lud ihn zum Mittagessen ein, aber auf dem Teller lagen zwei Messer: ein Dolch und ein Klappmesser. Der Bauer sagte: „Was soll ich mit zwei Messern tun?“ Dieser antwortete: “Was, kennst du denn die Messer nicht? Das sind doch die Messer, die du nach dem Wolf geworfen hast. Jemand hatte mich zum Werwolf gemacht und bestimmt, dass ich erst dann davon loskomme, wenn ich Brot essen werde, das über die Schulter geworfen wurde. Nun du hast ein solches Brot geworfen: ich aß es und sofort warf ich im Wald das Fell des Wolfes ab. Ich wurde ganz nackt; schließlich stahl ich Kleider, konnte mich ankleiden und kam nach Hause.“ Der Kaufmann beschenkte aus Freude, seinen Wohltäter getroffen zu haben, den Bauern von Kopf bis Fuß. Der Bauer wurde ein reicher Mann.
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