Der erlöste Werwolf

From Pasakas un teikas
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In der Bralsa befindet sich eine kleine Insel. Auf ihr liegt ein großer Stein. Unter ihm pflegten sich Werwölfe zu versammeln. Jemand von ihnen brachte etwas mit. Ein Mann, der ebenfalls zu einem Werwolf geworden war, wurde als Türhüter des Versammlungsorts eingesetzt. Anstelle des Schwertes gab man ihm ein Spanholz, dessen beide Enden angesengt waren. Der Sommer ging vorüber. Die anderen Werwölfe wollten den Mann überreden sich bei ihnen einzuschreiben, aber er lehnte ab, denn er wollte gern zu den Menschen zurückkehren. Im Herbst redeten die Werwölfe noch heftiger auf ihn ein: Er solle bei ihnen bleiben, aber der Mann entgegnete: nein und nochmals nein. Schließlich kam ein großer alter Werwolf an und bedrängte ebenfalls den Mann, er solle sich bei ihnen einschreiben, bei ihnen bleiben. Als der Mann wieder zu sich kam, befand er sich auf der schon erwähnten Insel auf dem großen Stein und war ganz nackt. Um ihn herum brauste und rauschte die Brasla — es waren die Herbstfluten. Der Mann begann zu schreien. Da kam der Bauer des nahen Hofes auf einem kleinen Floß herbeigerudert und brachte den Mann ans Land. Er bewirtete ihn und gab ihm Kleider zum Anziehen. Der Mann fand sich zu großer Überraschung aller, die ihn schon tot glaubten, wieder zu Hause ein: Sie dachten, er sei ertrunken oder habe sich getötet.

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