Der Tod des Werwolfes

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Comments: Janis in Lestene hat Lerchis-Puškaitis erzählt, dass der alte Großherr von Lestene (vor drei Generationen) ein fürchterlicher Werwolf gewesen sei. Seine Sterbestunde sei sehr qualvoll gewesen: Bald habe er wie ein Ziegenbock, bald wie ein Kalb geblökt und geschrien. Seine Knochen seien ihm noch im Leibe zermalmt worden. L. P.


Als Žibu Kriša, der große Werwolf, im Sterben lag, war er schwarz-blau angeschwollen und in der letzten Nacht schrie er fürchterlich: Man möchte ihn doch retten, der Schwarze Herr würge ihn! Nachdem er gestorben und eingesargt war, fand man auf der Brust des Toten eine zusammengeringelte große, schwarze Schlange. Sie zischte so wütend, dass man es nicht wagen konnte, den Sarg zu öffnen. An jenem Sonntag, an dem er starb, brach ein gewaltiges Unwetter aus: Der Donner grollte, ein heftiger Sturm wurde von Regen und Hagel begleitet, in Baišleja rauschte das Wasser und der Wald stöhnte und heulte wie eine Schar hungriger Wölfe im Winter. Auf so furchtbare Art beendete der Werwolf von Baišleja sein Leben. Die Leute wollen noch gesehen haben, dass ein großer Schwarzer Herr mit einer neunzinkigen Gabel an seinem Bettende gestanden hätte.

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