Kā burvji rodas / Wie Zauberer entstehen

From Pasakas un teikas
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Place of recording Domopole
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Dzeivuoja reizi veirs, sīva un jīm beja jauna meitine. Reizi veirs un sīva svātdīnes dīnā aizbraucja uz baznīcu, palīk sātā tikai meitine. Ap pušdīnu laiku īt ustobā lels malns vucyns ar lelim, leikim rogim, izkuop uz cepļa atsagulst un guļ. Meitine izvuorej pušdīnes, izlīk uz golda, atsasāst un ād; nūkuop i vucyns nu cepļa, daīt pi golda arī ād. Cik jei rauga dzeit nūst vucynu, cik tys jai ar rogim dūd viersā, meitine nikuo navarēja padarīt. Paēdis vucyns otkon kuopja uz cepļa un guļ. Atbrauc nu baznīcas tāvs un muote, meita postuosta, ka vucyns leida pi golda āstu, un paruodīja, ka jis guļ uz cepļa. Tāvs paraudzīja vucynu nūdzeit nu cepļa, bet tys ar rogim druožās viersā un naīt ni nu vītas. Jī vakareņoj, i vucyns kluot pi golda; dzin nūst, jis dur ar rogim, niko navar vucynam padarīt, tys paād, izkuop uz cepļa, guļ otkon. Dūmoj, kū darīt, pasauc baznīckungu, lai nūsvētej šātu un lai izdzan vucynu, baznīckungs nūsvētej sātu, suok lyugtīs, vucynam nūmyuk uoda un tys palīk par cylvāku, tys beja apdūts nu naškeista gora. Es lebten einmal ein Mann und eine Frau mit ihrem Töchterchen. Eines Sonntags fuhren die beiden zur Kirche. Das Töchterchen blieb allein zu Hause. Um die Mittagszeit kommt ein großer schwarzer Widder mit gewaltigen krummen Hörnern in die Stube herein, klettert auf den Ofen, legt sich hin und schläft. Das Mädchen kocht das Mittagessen, deckt den Tisch, setzt sich hin und isst. Da kommt auch der Widder herbei, stellt sich an den Tisch und isst mit. Sobald sie ihn vertreiben will, stößt er mit seinen Hörnern nach ihr: Da kann sie nichts gegen ihn ausrichten. Nachdem der Widder sich satt gefressen hat, klettert er wieder auf den Ofen, legt sich hin und schläft. Als Vater und Mutter nach Hause kamen, erzählte die Tochter, dass der Widder am Tisch gegessen habe, und zeigte ihnen, dass er jetzt auf dem Ofen schlafe. Der Vater versuchte den Widder zu vertreiben, aber der stieß mit den Hörnern nach ihm und bewegte sich nicht von der Stelle. Als sie zu Abend essen wollten, kam auch der Widder an den Tisch: Wollte man ihn vertreiben, stieß er mit den Hörnern — es war nichts zu machen. Er fraß sich satt, kletterte auf den Ofen und legte sich wieder schlafen. Was war zu tun? Schließlich riefen sie den Pfarrer und baten ihn, das Haus zu segnen und den Widder zu vertreiben. Der Pfarrer segnete den Hof und begann zu beten. Da schlüpfte der Widder aus seiner Haut und verwandelte sich in einen Menschen, den ein unreiner Geist zu einem Widder verzaubert hatte.
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