Wie Zauberer entstehen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Es lebten einmal ein Mann und eine Frau mit ihrem Töchterchen. Eines Sonntags fuhren die beiden zur Kirche. Das Töchterchen blieb allein zu Hause. Um die Mittagszeit kommt ein großer schwarzer Widder mit gewaltigen krummen Hörnern in die Stube herein, klettert auf den Ofen, legt sich hin und schläft. Das Mädchen kocht das Mittagessen, deckt den Tisch, setzt sich hin und isst. Da kommt auch der Widder herbei, stellt sich an den Tisch und isst mit. Sobald sie ihn vertreiben will, stößt er mit seinen Hörnern nach ihr: Da kann sie nichts gegen ihn ausrichten. Nachdem der Widder sich satt gefressen hat, klettert er wieder auf den Ofen, legt sich hin und schläft. Als Vater und Mutter nach Hause kamen, erzählte die Tochter, dass der Widder am Tisch gegessen habe, und zeigte ihnen, dass er jetzt auf dem Ofen schlafe. Der Vater versuchte den Widder zu vertreiben, aber der stieß mit den Hörnern nach ihm und bewegte sich nicht von der Stelle. Als sie zu Abend essen wollten, kam auch der Widder an den Tisch: Wollte man ihn vertreiben, stieß er mit den Hörnern — es war nichts zu machen. Er fraß sich satt, kletterte auf den Ofen und legte sich wieder schlafen. Was war zu tun? Schließlich riefen sie den Pfarrer und baten ihn, das Haus zu segnen und den Widder zu vertreiben. Der Pfarrer segnete den Hof und begann zu beten. Da schlüpfte der Widder aus seiner Haut und verwandelte sich in einen Menschen, den ein unreiner Geist zu einem Widder verzaubert hatte.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox