Kā burvji rodas / Wie Zauberer entstehen

From Pasakas un teikas
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Place of recording Kokorevas pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Seņuok beja daudzi rudzu lauzēju. Mes pajēmjām gani nu N. cīma, jei beja ļūti loba meitine un ganīja lūpus pavysam labi. Sasateik jei ar vīnu gonu, kurs pamuoca jū, kai vajag rudzus lauzt. Meitine nikod taida dorba nabeja darījuse, bet muocūtīs jai vajadzēja leidza darīt un sacīt: "Lai saiminīcai aplyuzt rūkas un kuojas, lai jei palīk kai blučs!" Jai vajadzēja lauzt, aizsīt un vys tai sacīt. Atguoja rudzu pļaujas laiks, aizīt pļautu rudzu un redz, ka lels gobols rudzu salauzts un sasaistīts ar malnim dzeiporim un sasīnomā vītā pībuozts vysaidu našu: gorūzu, ūlas čaulu u. c., kū jau jei varēja sagruobuot. Kaimiņi pastuostīja, ka tūs rudzus navajagūt pļaut, varūt nutikt kaida nalaime. Un myusēji i napļuovja, bet suoka meklēt vainīguo. Myusu gane i pīsazyna. "Par kū tu tai darīji?" vaicoj saiminīks. "Mani pamuocīja N. veča dāls, es kai reizi tai padarīju, tai kai atīt tys laiks, es navaru nūstuot, man suok galvā spindzeles sist un ir juodora, lai gols, es poša sev namonūt aizskrēju grīzdamuos vīn," paskaidruoja gane. Mes jū atlaidjām par taidom najēdzībom. Tagad jei lela, jau pi veira izguojuse, bet tai pat dora, nyu gon tamā laikā nalauž rudzus, bet īt uz mežu un lauž kūkus. Redzi, kaida nalaime dateik cylvākim nu taidas brīdēšonuos. Früher gab es viele "Roggenbrecher". Einmal hatten wir ein Hirtenmädchen aus dem N-Dorf gedingt. Es war ein gutes Mädchen und hütete das Vieh sehr ordentlich. Aber da begegnete es einem Hirten, der ihr das Roggenbrechen beibrachte. Das Mädchen hatte es noch nie gemacht, aber nun musste sie es lernen und dabei sprechen: "Mögen der Bäuerin die Arme und Beine abbrechen, möge sie wie ein Klotz werden!" Sie musste Roggen brechen, binden und jene Worte dabei sprechen. Es kam die Erntezeit. Die Leute begaben sich zum Roggenfeld, um den Roggen zu mähen. Da sahen sie, dass ein Teil des Roggens bereits gebrochen war. Die Garben waren mit schwarzen Wollfäden gebunden und mit verschiedenem Abfall verziert: mit Brotrinden, Eierschalen und anderen Dingen. Die Nachbarn beschworen sie, den Roggen nicht zu mähen, es könne leicht ein Unglück geschehen. Die Unsrigen mähten ihn nun auch nicht, sondern begannen, nach dem Schuldigen zu suchen. Schließlich hat unser Hirtenmädchen gestanden, es gemacht zu haben. "Warum hat du es getan?“, fragte der Bauer. "Der Sohn des alten N. hat mich gelehrt, es zu tun. Nachdem ich es einmal getan hatte, konnte ich nicht mehr widerstehen: Sobald die Zeit kam, fand ich keine Ruhe mehr, es war, als hätte ich Wespen im Kopf — ich musste es tun. Ohne es selbst recht zu merken, war ich schon auf dem Weg zum Roggenfeld," erklärte die Hirtin. Wir haben sie auf der Stelle entlassen. Jetzt ist sie schon erwachsen und verheiratet, aber die Unsitte hat sie nicht lassen können: Sie bricht zwar keinen Roggen mehr, dafür geht sie in den Wald und bricht nun Bäume. Siehst du, in welches Unglück ein Mensch geraten kann.
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