Wie Zauberer entstehen

From Pasakas un teikas
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Šerpentīns, der Großherr von Anšupe, besaß das Schwarze Buch. Einmal musste er nach J. fahren, aber das Buch hatte er aufgeschlagen auf dem Tisch vergessen. Das Zimmermädchen Anna Z. fand es, als sie gerade aufräumte, und begann darin zu lesen. Nachdem sie gewisse Zauberworte gelesen hatte, füllte sich das Zimmer mit Geistern und Verstorbenen. Die Geister verlangten Arbeit, aber das Mädchen verstand weder sie fortzuschicken noch ihnen Arbeit zu geben. Als der Herr bis zum Wirtshaus von L. gefahren war, befahl er dem Kutscher zu wenden, denn es spürte, dass zu Hause etwas Schlimmes geschah. Er kommt heim. Wahrhaftig: Da ist das Zimmer voll von Geistern. Er kannte die Zauberworte, um sie fortzuschicken. Dann gab er dem Mädchen eine Ohrfeige, wobei er sagte: "Was hättest du nun getan, wenn ich nicht nach Hause gekommen wäre?" Aber von der Ohrfeige wurde das Mädchen verrückt, denn der Herr hatte den Teufel in der Hand, und vom Schlag war der Teufel in den Kopf des Mädchens gelangt. Da das Mädchen sehr tobte, beschloss man, den Pfarrer Vilpērts aus Džūkste zu holen. Als er bereits bis zum Kazupe-Wald gekommen war, sagte das Mädchen: "Jetzt ist der Schwarze schon am Kazupe-Wald angelangt," denn sie wusste das ganz genau. Der Pfarrer kam an, legte dem Mädchen die Bibel auf den Kopf und ließ sie dreimal hintereinander das Vaterunser beten. Das Mädchen sprach das Gebet – aber nur bis zu der Stelle: "– und erlöse uns von dem Übel." Die letzten Worte konnte sie nicht aussprechen. Sie quälte sich ab, aber weiter als bis zu jener Stelle kam sie nicht. Da begann sie das Gebet wieder von Anfang an, konnte es aber nicht beenden — und so geschah es alle drei Male. Zwei Tage und zwei Nächte lag sie schwer krank darnieder, dann begann sie langsam zu genesen, aber etwas sonderbar war sie nach dem harten Schlag des Herrn geblieben.

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