Wie Zauberer entstehen

From Pasakas un teikas
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Ein Bauer verlor jedes Jahr sein bestes Pferd und seine beste Kuh. Er konnte und konnte nicht verstehen, wieso das geschah. Schließlich riet ihm jemand, Wache beim Vieh zu halten. In der Georgsnacht begab sich der Bauer zur Koppel und versteckte sich im Weidenstrauch. Gegen Mitternacht kam der Nachbarbauer auf die Koppel, rannte um sie herum, schleifte Zaumzeug durchs Gras und murmelte: "Ich nehme, ich nehme, ich nehme nur das Allerbeste!" Danach begab sich der Nachbar zur Hütung, schleifte einen Kuhstrick hinter sich her und murmelte: "Ich nehme, nur die Allerbeste! Ich nehme nur die Allerbeste!" Als der Nachbar fortgegangen war, ergriff der Bauer einen Pferdezaum und eilte zum Nachbarhof. Dort lief er um die Koppel herum und murmelte: "Ich nehme alle, ich nehme alle!" und schleifte den Zaum hinter sich her. Dann begab er sich zur Hütung des Nachbarn, schleifte einen Kuhstrick auf der Erde entlang, lief um die Weide herum und rief: "Ich nehme sie alle, ich nehme sie alle!" Noch in demselben Jahr verendeten alle Pferde und alle Kühe des Nachbarn. Da kam der Heimgesuchte eines Tages zu ihm und fragt ihn: "Warum hast du es mir angetan?" "Wie du mir, so ich dir, " antwortete der Bauer. "Das hättest du nicht machen sollen," meinte da der Nachbar, "ich habe dir jeweils nur ein Stück genommen, du mir aber alle auf einmal."

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