Verfluchen gleicht Zaubern

From Pasakas un teikas
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Der Zauberer, ein Nachbarbauer, war gestorben. Am Tage seiner Beerdigung unterhielten sich zwei Bauern miteinander: "Du hast wirklich ein schönes Fohlen!" "Ja, es ist das Fohlen der Stute, die zur Mitgift meiner Frau gehörte." – "Schön ist es! Aus dem wird einmal ein prächtiges Pferd werden!" Beide Bauern freuten sich noch eine Weile über das schöne Fohlen. Dann gingen sie ins Haus und setzten sich an den Tisch, um an dem Leichenschmaus teilzunehmen. Als der Bauer vom Friedhof zurückkehrte und sein Knecht mit Pferd und Wagen nach Hause fuhr, war das Fohlen noch gesund. Aber gegen Morgen kam der Knecht zum Trauerhaus gelaufen und berichtete, dass es auf der Erde liegt und von Krämpfen geplagt werde. Der Bauer eilte nach Hause. Ja, das Fohlen war wirklich krank. Er merkte, dass es ein schlimmes Ende nehmen könnte und lief zu einer alten Frau, die in der Nachbarschaft wohnte und schon oft Menschen und Vieh in der Not geholfen hatte. Er erzählte der Alten von dem kranken Fohlen.

"Nun, warum hast du dich auch über das prächtige Fohlen gefreut, solange der Zauberer noch nicht unter der Erde war?" sagte die Alte. Sie besprach Wasser und Salz. Der Bauer gab dem Fohlen das besprochene Wasser zu trinken. Da erhob es sich und war wieder gesund.

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