Verfluchen gleicht Zaubern

From Pasakas un teikas
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Ein Vater und sein vierzehnjähriger Sohn begaben sich in den Wald, um Bast zu reißen. Sie arbeiteten eine ganze Weile, da rief der Vater den Sohn zu sich. Er rief ihn einmal, aber der Sohn gehorchte nicht; er rief ihn ein zweites Mal, aber der Sohn kam noch immer nicht. Da wurde er zornig auf ihn und rief aus: "Wenn du mir so einer bist, so kann dich der Teufel meinetwegen holen!" Kaum hatte der Vater jene Worte ausgesprochen, da war der Sohn schon verschwunden. Der Vater eilte zum Pferd und dachte, der Sohn würde dort zu finden sein, aber er fand ihn dort nicht. Er wartete die ganze Nacht vergeblich auf ihn und fuhr nach Hause. Er erzählte anderen Leuten im Dorf, was geschehen war, und nun zogen sie aus, den Jungen zu suchen. Sie durchsuchten den Wald, sie riefen nach ihm, alles vergeblich. Am dritten Tag fanden sie ihn gut sechzig Werst entfernt in M. Sie brachten ihn nach Hause. Dem Jungen waren alle Knochen verrenkt, man konnte mit ihm kein Wort sprechen. Sie brachten ihn zu mehreren Ärzten, aber keiner konnte ihm helfen. Am dritten Tag ist er gestorben. Der Teufel hatte ihn so zugerichtet. Ich habe selbst den Jungen gesehen — er sah gar nicht mehr einem Menschen ähnlich.

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