Zauberer verfolgen andere Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Vor langer, langer Zeit lebte einmal auf dem Gutshof Starte ein sehr böser Vogt. Unter jenem hatten die Leute schwer zu leiden. Es gab keinen unter ihnen, den er nicht wenigstens zwanzig Mal geprügelt hätte, selbst wenn sie ganz unschuldig waren. Einmal, zur Saatzeit, fuhr ein Mann aus Maliena in der heißesten Mittagshitze mit seinem müden Pferdchen die Landstraße entlang, welche von Verau nach Cēsis führt. Das Pferd des Alten konnte sich kaum noch weiterschleppen und die Sonne brannte unbarmherzig. Gegenüber der Vilkuaploks (Wolfskoppel) blieb das Pferdchen stehen und war nicht mehr weiterzubewegen. Da schirrte der Alte das Tier aus und ließ es in das weiche Gras, das auf der Koppel am Grabenrand wuchs. Es streckte sich im Schatten der Sträucher aus. Der Vogt hatte es beobachtet. Er kam herbeigeeilt und ergriff den Zaum des Pferdchens. Wohl flehte der Alte, aber es half ihm nichts — der Vogt brachte das Pferdchen zum Gutshof. Der Mann musste einen Rubel bezahlen, um es wiederzubekommen. Soweit, so gut, der Alte bezahlte. Aber bevor er seinen Weg fortsetzte, bot er dem Vogt Tabak aus seinem Tabakbeutel an. Der Vogt dachte nichts Arges und stopfte den Tabak in seine große Pfeife. Aber der Alte ließ nicht zu, dass er die Pfeife anzündete: Er solle den Tabak auf die Hand schütten. Und was denkt ihr: Plötzlich hatte der Vogt die Hand voll Eidechsen. Bevor der Alte fortging, sagte er zu den Leuten: Hätte er dem Vogt erlaubt, den Tabak zu rauchen, wäre er rettungslos verloren gewesen. Deshalb müsse man nie einen harmlosen Mann belästigen, man könne nie wissen, was er im Sinne habe.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox