Zauberer verfolgen andere Menschen

From Pasakas un teikas
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Vor langer Zeit lebte auf dem Karstumi-Hof von Tome ein Bauer, dessen Vater ein großer Zauberer war. Eines Tages besuchte er die Nachbarbäuerin und nahm süße Milch als Gastgeschenk mit. Er begrüßte sie, reichte ihr seine Milchschüssel und sagte, es sei ja Brauch, den Nachbarn etwas mitzubringen, sie möchte doch kosten, wie fett die Milch seiner Kühe sei. Die Bäuerin wusste jedoch, dass er keinem Menschen etwas Gutes tat, deshalb sagte sie, dass sie keine Zeit habe und ging hinaus. Als sie zurückkam, wollte der Zauberer sie wieder zum Trinken überreden, aber sie wich auch diesmal aus. Beim dritten Mal fand sie keine Ausrede mehr und schickte sich an, ein wenig zu trinken, als sie in der Milch eine große Kröte erblickte. Sie schrie erschrocken auf: "Eine Kröte in der Milch!" Da wurde der Zauberer ärgerlich, nahm die Milchschüssel und sagte: "Was kreucht nur bei euch alles herum! Nicht einmal eine Milchschüssel kann man hier hinstellen!" Er brachte die Schüssel hinaus und schüttete die Milch ins Gras. Dann ging er nach Hause. An der Stelle, wo er die Milch ausgegossen hatte, ist mehrere Jahre kein Gras mehr gewachsen. Die Bäuerin dankte Gott, dass sie nicht dazu gekommen war, die Milch zu trinken, denn sonst wäre sie genau so eingegangen wie das Gras.

Einmal hat derselbe Zauberer einem Bekannten im Wirtshaus Bier angeboten, aber der Mann trank es nicht, denn er wusste, dass er ihm nur Böses antun wollte. Dreimal bot er das Bier an, dreimal lehnte der andere Mann es ab. Nach dem dritten Mal erschien im Glas eine Eidechse. Der Zauberer nahm das Glas, schüttete das Bier auf die Erde spie aus und ging nach Hause.

Als der Zauberer schließlich im Sterben lag und niemandem sein Amt übergeben konnte, musste er sich arg quälen. Er litt solche Schmerzen, dass er das Erbsenstroh aus seinem Bettsack aufaß, ehe er sterben konnte.

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