Zauberer verfolgen andere Menschen

From Pasakas un teikas
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Comments: Obwohl das Motiv dieser Sage nicht sehr populär ist, ist es weit verbreitet: sogar die Chinesen kennen es. Vgl. "Ķīniešu pasakas" ("Chinesische Märchen"), 109, 22. P. Š.


Ein Reisender betrat eine Schnapsbrennerei und erbat einen Becher Branntwein. Der geizige Schnapsbrenner aber gab ihm keinen. Nun bat der Fremde, ihm aus dem Ofen der Brennerei eine glühende Kohle zu geben, damit er seine Pfeife anzünden könne. Die Kohle bekam er. Der Fremde nahm sie, achtete darauf, dass sie nicht zu glühen aufhörte, und ging hinaus. Er ging zu der nahen Wegkreuzung. Dort ließ er die Hose herunter, zog die Kohle zwischen die Beine hindurch, ging an den Wegweiser und malte mit der Kohle ein ringförmiges Zeichen darauf. Aus dem Zeichen, begann Schnaps zu rinnen. Der Fremde trank und forderte alle Vorbeigehenden auf, auch davon zu trinken. Je mehr er trank, umso mehr Schnaps rann aus der Säule des Wegweisers. Inzwischen hatte der Schnapsbrenner bemerkt, dass sein Schnaps verschwand. Da verstand er gleich, wie das geschehen konnte. Er eilte dem Fremden nach, holte ihn ein und bat ihn, von seiner Zauberkunst abzulassen. Der Fremde erhörte seine Bitte: Er nahm wieder die Kohle, führte sie von vorn nach hinten zwischen die Beine hindurch, löschte das Zeichen von dem Pfahl des Wegweisers und nun, hörte der Branntwein gleich auf zu rinnen.

Man kann auch den Branntwein aus einem Wirtshaus in die Wegweiser hexen, aber das ist weit schwieriger.

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