Zauberer verfolgen andere Menschen

From Pasakas un teikas
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Vor einigen Jahren begegnete man in der Gegend von Talsi und Stende oft einem älteren Bettler namens Lapšu Jānis. Er war ein erfahrener Zauberer. Einmal kehrte er auf den Labdzeņi-Hof. von Stende ein und ließ die Kuh der Bäuerin verenden. Die Frau wurde vor Kummer krank. Der Labdzeņi-Bauer war ein berühmter Wohltäter. Er wußte gleich: Das konnte nur Lapšu Jānis getan haben. Er beschloss, sich an ihm zu rächen. Gut. Nach ziemlich langer Zeit kehrte Lapšu Jānis an einem Samstagabend auf dem Labdzeņi-Hof ein. Nun, was denn nun, soll man ihn verjagen? Aber nein, man behält ihn auch über Nacht da. Das ist ja allen Bettlern bekannt: Wer abends ankommt, dem wird ein Nachtlager gewährt. Da es Samstagabend ist, gehen alle zur Badestube, auch Lapšu Jānis. Und was denkt ihr? In der Badestube angekommen, setzt er sich mutwillig auf glühende Kohle und bekommt solche Brandwunden, dass er noch lange danach krank ist. Ja, das hat wohl der alte Labdzeņi-Bauer ihm zugefügt.

Ein anderes Mal sah man denselben Lapšu Jānis auf einem Bauernhof in Talsi um die Ställe schleichen. Die Knechtsfrau hatte ihn erblickt und schleuderte ihm einen Stein nach (so solle man handeln, denn dann könne der Zauberer das Vieh nicht wirksam behexen).

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