Zauberer verfolgen andere Menschen

From Pasakas un teikas
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Comments: E. Mačulāns aus Laši schreibt (LP. VII, I, 682, 3), dass man nicht nur geschrien, sondern auch geschossen habe. Wer zu wenig schoss, der wurde von irgendeinem Unglück befallen. Am Ostermorgen hörte ein Bauer, wie ein Zauberer schoss. Da ergriff er einen Knüppel und schlug damit aufs Schindeldach, um gegen das Schießen des Zauberers zu lärmen. Dem Zauberer ging das Schießpulver aus und der Bauer konnte ihn besiegen. Das beste Pferd des Zauberers musste verenden. Eine ähnliche Sage hat auch R. Bērziņš in Liel-Iecava aufgeschrieben (VII, 687, 14). P. Š.


Am frühen Morgen des Jurģis-Tages (St. Georg) kletterten Schreier auf die Bäume und begannen zu schreien. Wer ihr Schreien auf nüchternem Magen zu hören bekam oder wer nicht zurückschrie, konnte etwas Schlimmes erwarten. Der Kelšēni-Bauer aus Talce beklagte sich, dass ein Schreier des Mūrnieki-Hofes von Ērgļi ihn behext habe. Er sei am Jurģis-Morgen früh hinausgegangen, um seine Pferde zu versorgen, als er das Schreien vernommen habe. Als er den Stall betrat, sah er, dass seine junge Stute sich losgerissen hatte. Sie lief zur Stalltür hinaus und sprang über den Zaun, schlitzte sich dabei jedoch den Bauch auf und verendete. Der Mūrnieki-Bauer seinerseits hatte wiederum gehört, dass jemand aus Talce geschrien habe: "Neun Pflüger, der Mūrnieki-Bauer als Zehnter muss eggen!" Da schrie der Mūrnieki-Bauer zurück: "Wie kann ich denn allein für neun Pflüger eggen?" So konnte er das Übel von sich noch abwenden.

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