Hexenmeister schädigen die Ernte

From Pasakas un teikas
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Vor langer Zeit lebten in Gulbene zwei Nachbarn. Der eine war reich, der andere war arm. Der Reiche hatte prächtige Getreidefelder und wohlgenährtes Vieh, dem Armen dagegen gedieh nichts. Bei dem reichen Bauer lebte ein alter Mann, den alle für einen Hexenmeister hielten. Der Alte war schon halb blind. An einem Sommerabend, als der Roggen blühte, begab sich der Alte zum Roggenfeld des Nachbarn, um Ähren zu brechen. Da er nicht mehr gut sehen konnte, hatte er das Feld des eigenen Bauern betreten und begann dort zu brechen. Bei dieser Arbeit bekreuzigte er sich und sprach Gebete. Danach band er die Ähren in ein gelbes Tuch und ging nach Hause. Als die Erntezeit kam, waren die Ähren des Reichen leer, diejenigen des armen Mannes dagegen waren schwer und voll.

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