Hexenmeister schädigen die Ernte

From Pasakas un teikas
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Wenn man sieht, dass auf dem Roggenfeld Ähren abgebrochen worden sind, muss man die Roggenhalme abmähen, in eine alte Radbüchse stopfen, diese zur Wegkreuzung bringen, ihre beiden Enden vernageln und sie anzünden. Sobald die Halme in der Radbüchse zu brennen beginnen, kommt der Ährenbrecher wie ein Wirbelwind auf den Hof gesaust, wo er die Ähren gebrochen hat. Dort fleht er die Leute an, ihm wenigstens einen Schluck Wasser zu geben. Wenn man will, dass der Hexenmeister sterben soll, so darf man ihm nichts geben; reicht man ihm aber auch nur Wasser, dann bleibt er am Leben. So ist es in unserem Dorf geschehen. Einem Bauern waren die Roggenähren abgebrochen, das hatte sein Nachbar getan. Der Bauer war mutig. Er mähte die Roggenhalme ab, steckte sie in eine Radbüchse und zündete sie an. Bald darauf kam der Schuldige auf seinen Hof gerannt und bat ihm zu trinken zu geben. Die Leute hatten schon vorher beschlossen, ihm nichts zu geben, damit er stirbt. So war es denn auch: Er fiel hin und war auf der Stelle tot. So geht es, wenn man einem anderen Böses antun will: Man findet nur seinen eigenen Tod.

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