Hexenmeister quälen das Vieh

From Pasakas un teikas
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Die Altbauern des Vilpēni-Hofes in Lībaga waren große Hexenmeister. Nachts ritten sie oft zu Hexenversammlungen. Jedes Mal geschah nach einer solchen Versammlung in der Gegend ein großes Unglück, meistens betraf es das Vieh. Es verendete. Am Abend des Besenreitens machten die Altbauern überhaupt kein Licht an. Sie wuschen und salbten sich in der Dunkelheit hinter dem Ofen. Sie verließen auch nicht beide zu gleicher Zeit das Haus: Zuerst ging der eine hinaus, der andere folgte später. Auf dieselbe Weise kehrten sie auch wieder heim. Eines Abends hörte die Alte Bračiene, die auf dem Hof zur Miete wohnte, dass die beiden Alten wie Schafe blökten. Da dachte sie bei sich: wenn es nur gut geht mit den Schafen! Bald darauf verließen die beiden Alten das Haus und blieben ziemlich lange fort. Die Frauen redeten darüber, dass sie wohl einen guten Fang gemacht haben müssten, wenn sie so lange fortblieben. Gott möge dem gnädig sein, den sie diesmal ausgewählt hätten. Aber am nächsten Morgen stellte es sich heraus, dass gerade das Schaf der Frau, die zur Miete wohnte, verendet war.

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