Der Hexenmeister wird gestört

From Pasakas un teikas
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Comments: In einer Sage, die A. P. in Graši aufgeschrieben hat (Etn. III, 1893. LP, VII, I, 692, 2) ließ ein Bauer die Eier des Hexenmeisters kochen und gab sie ihm zu essen. Sobald der Hexenmeister sie gegessen hatte, ist er auf der Stelle gestorben. A. Gari-Juone aus der Gemeinde Kokereva hat eine Sage zugeschickt, in der ein Hexenmeister nur ein Häppchen des von ihm mitgebrachten Eies isst und gleich darauf stirbt. P.Š.


Ein Bauernhof wurde von zwei Bauern je zur Hälfte bewirtschaftet. Beide opferten dem Maizes tēvs (Brotvater) unter einem Lindenbaum. Einmal hatten beide dem Brotvater Eier gebracht. Der erste brachte die Eier, legte sie unter den Lindenbaum und bat den Brotvater, es so einzurichten, dass das Roggenfeld des anderen Bauern nur Unkraut hervorbringe. Der andere Bauer hatte ihn belauscht. Er nahm die Eier, die sein Nachbar als Opfer hingelegt hatte, brachte sie nach Hause und ließ seine Frau diese zusammen mit den Eiern kochen, die von seinen Hühnern stammten. Die Eier des ersten Bauern wurden markiert. Nun luden sie den Nachbarn ein und bewirteten ihn damit. Das erste Ei, das der Gast verzehrte, war noch eines des Gastgebers gewesen, aber da griff er nach einem zweiten Ei und das war sein eigenes. Als er es aufgegessen hatte, begann er zu stöhnen und fiel zu Boden. Danach lag er lange krank.

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