Der Hexenmeister wird gestört

From Pasakas un teikas
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Comments: H. Skujiņa hat noch zwei Sagen aufgeschrieben, in denen sich ein Hexenmeister in eine Mistgabel verwandelt. In einer anderen Sage aus Smiltene wird berichtet, dass der Bauer die fremde Mistgabel ins Feuer werfen wollte. In demselben Augenblick verwandelte sie sich in den Nachbarbauern. In einer anderen Variante aus Smiltene hat der Bauer mit der neuen Mistgabel Mist geladen und ihr dabei eine Zinke ausgebrochen. Am nächsten Morgen erfährt er, dass sich der Nachbarbauer einen Arm gebrochen hatte. Eine andere Variante berichtet, dass der Zauberer sich in eine zweizinkige Holzgabel verwandelt. Der Bauer hackt die eine Zinke ab und erfährt am nächsten Tag, dass seinem Nachbarn ein Bein abgehackt worden sei. In einer Variante aus Smiltene wird erzählt, dass eine Holzgabel, die mitten hindurch gerissen wurde, sich sogleich in einen Menschen verwandelt hat, der ebenfalls mitten hindurch gerissen war. In einer Sage die Skujiņa in Aumeisteri aufgeschrieben hat, wird gesagt, dass ein Bauer eine fremde Mistgabel in seinem Stall findet. Er brach eine Zinke heraus. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass sein Nachbar kastriert worden war. Nach einer anderen Sage aus Aumeisteri hat der Hexenmeister sich in einen Besen verwandelt. Der Bauer wollte den Besen zerhacken, da kam der Nachbarbauer herbeigeeilt und bat, ihm etwas zu trinken zu geben. Der erste Bauer erbarmte sich seiner, und so konnte er sich noch retten. In einer andern Variante hat der Bauer den Besen ins Feuer geworfen; da ist sein Nachbar in derselben Nacht gestorben. Auch in der Variante aus Blomen wirft der Bauer den Besen ins Feuer, aber da kommt sein Nachbar auf den Hof geeilt und bittet ihn ums Wasser. Der Bauer reicht ihm eine Kelle Wasser, da geht er davon, ohne sich auch nur zu bedanken. In einer Sage aus Bilska wirft der Bauer einen Holzklotz, den er auf seinem Hof gefunden hat, ins Feuer, aber nun kommt der Nachbarbauer angerannt und fleht ihn an. Als man den Holzklotz aus dem Feuer holt, sind die Haare des Nachbarbauern bereits versengt. In einer anderen Sage aus Aumeistern wird berichtet, dass der Bauer ein Garnknäuel in seinem Stall findet und es ins Feuer wirft. Am nächsten Tag erfährt er, dass sein Nachbar gestorben ist. In einer Variante aus Aumeisteri wird gesagt, dass die Knechtsfrau einen fremden Becher im Stall findet, den sie in das Herdfeuer wirft, wobei sie sagt: "Wer weiß, durch welchen Teufel du hier bist; ich bin mit Gott." Am nächsten Tag starb der Bauer. In einer anderen Sage aus Aumeisteri findet die Bäuerin einen sehr langen Strohhalm vor dem Stall, den sie in das Herdfeuer wirft. Am nächsten Morgen erfährt sie, dass der Nachbar tot ist. In einer Variante aus Smiltene beklagt sich ein Bauer bei dem russischen Viehkastrierer, dass in seinem Stall ein Stück Pferdegebein herumliegt. Der Russe hat es weggebracht. Da musste der Nachbar sich drei Jahre lang quälen, ehe er sterben konnte. In einer anderen Variante hat die Bäuerin Mitleid mit dem Hexenmeister, so kann er noch genesen.


Ein Bauer merkte, dass ein Hexenmeister in seinem Stall sein Unwesen getrieben hatte, und beschloss nun, Wache zu halten. Als der Hexenmeister wieder einmal den Stall betrat, kam der Bauer sogleich aus seinem Versteck hervor. In demselben Augenblick war der Hexenmeister verschwunden. Der Bauer wunderte sich, wohin der Hexenmeister so plötzlich verschwinden konnte. Da bemerkte er an der Stallwand eine ganz neue Mistgabel. Erstaunt ergriff er sie und begann damit den Mist zur Seite zu werfen. Wie es auch gekommen sein mochte — plötzlich brach der Mistgabel der Stiel ab. Da warf der Bauer sie in die Ecke und kehrte ins Haus zurück. Am nächsten Morgen befand sich die fremde Mistgabel nicht mehr im Stall. Aber etwas später erschien die Nachbarbäuerin und jammerte, dass ihr Mann in der vergangenen Nacht sich sein Bein gebrochen habe. Ihr Mann war der Hexenmeister.

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