Bekehrte Zauberer (Hexenmeister)

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein Bursche, der die Zauberkünste beherrschte. Er missgönnte anderen Menschen ihr Glück. Im Frühjahr, als die Bauern Saat auf ihre Felder ausbrachten, warf er ein Stück abgebranntes Holz aufs Feld oder wälzte sich selbst ganz nackt darauf: Die Felder der Bauern sollten kahl bleiben Aber dann beschloss er erstmals seine Sünden zu beichten. Gut, er tat es. Nachts wurde er von jemandem geweckt: "Geh und wirf einen abgesengten Knüppel auf den Acker!" Das wiederholte sich mehrere Nächte hintereinander. Der Bursche begab sich zum Pfarrer, um dessen Rat zu erbitten. Dieser gab ihm ein Stück Kreide vom Dreikönigstag, geweihte Kerzen und belehrte ihn: "Geh in die Scheune, nimm einen Strohsack, zieh ihm Kleider an und hänge ihn auf. Zieh einen Kreidekreis um dich herum, zünde die Kerze an und stelle sie unter einen Topf, damit man keinen Lichtschein sieht, setze dich hin und bete!" Der Bursche befolgte seinen Rat. Dann saß er in der Scheune und wartete, ohne zu wissen, wer da kommen würde. Um Mitternacht kamen Teufel unter Schellengeläut herbeigerannt. Da sie glaubten, der Bursche habe sich aufgehängt, sprachen sie bei sich: "Warum hat er sich denn nur aufhängen sollen?"

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