Wohlgesinnte Zauberer

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search
Comments: V. Zacharska in Rēzekne hat eine lange Sage aufgeschrieben, in der ein Hexenmeister einen jungen Stier in einen Menschen — als Sohn eines Mannes und einer Frau verwandelt. Diese Sage scheint verloren zu sein. Vgl. Nr. 52, Bd. XII. (S. 388 − 393). P. Š.


Weniger als eine Werst südlich vom Nebenhof des Gulbīši-Gutes befinden sich die Mauerreste des Apsāni-Hofes. Früher hatte dort ein sehr böser Bauer gelebt. Ein ehrlicher Mann hatte sich bei ihm als Knecht verdingt. Der Bauer quälte den Knecht, wie er nur konnte, indem er ihm Arbeiten auftrug, die kein Mensch allein verrichten konnte. Der Knecht arbeitete, soviel er nur konnte, und ertrug die Flüche und Schelte des Bauern. In einer Herbstnacht weckte der Bauer ihn und schickte ihn zum Dreschen, wobei er ihn ermahnte, das bis zum Morgen alles gedroschen, gewindet und auf den Speicher geschafft sein müsse. Der Knecht begab sich in die Korndarre, begann das Getreide auf die Tenne zu legen und dachte betrübt daran, wie es denn möglich sein könne, allein mit dieser Arbeit fertig zu werden. Da betrat ein kleines altes Männchen die Korndarre und fragte ihn, warum er so betrübt sei. Der Knecht vertraute dem Alten seinen Kummer an. Da sagte dieser, er solle sich keine Sorgen machen, dann er sei ja gekommen, um ihm zu helfen. Der alte Mann umschritt das ausgebreitete Getreide und sprach: "Körnchen für sich, Hälmchen für sich! Ram, tam, tam!" Sogleich trennten sich die Getreidekörner vom Stroh, aber gleich darauf war der Alte verschwunden. Der Knecht brachte das Korn auf den Speicher und begab sich dann zum Bauern und berichtete, er habe die Arbeit schon getan.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox