Wohlgesinnte Zauberer

From Pasakas un teikas
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Vor langer Zeit lebte in der Gemeinde Gaujiena ein alter Hexenmeister. Als er merkte, dass sich seine Todesstunde näherte, begab er sich zum Friedhof und schaufelte sich selber ein Grab, an dessen Ende er einen Apfelbaum einpflanzte. Als er nach Hause kam, bat er, ihn in dem selbst geschaufelten Grab zu bestatten und die Äpfel des Apfelbaumes denjenigen zu geben, die an unheilbaren Krankheiten litten. Der Baum trug bereits im nächsten Herbst die ersten Früchte. Menschen, die an schweren Krankheiten erkrankt waren, kamen an den Baum und pflückten einen Apfel ab. Wer einen solchen aufgegessen hatte, wurde bald darauf gesund. Wer jedoch schon gesund war und dennoch davon aß, wurde schwer krank. Der Apfelbaum stand viele Jahre auf dem Friedhof und trug jeden Herbst reichlich Früchte. Jetzt soll der Apfelbaum nicht mehr dort stehen: Er ist wohl verdorrt und eingegangen.

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