Wohlgesinnte Zauberer

From Pasakas un teikas
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In einer kleinen Hütte am Ufer der Gauja lebte ein alter Hexenmeister, den die Leute den Enten-Alten (Pīļu vecis) nannten. Zu diesem kamen Kranke von überall her, um seinen Rat zu holen. Der Hexenmeister war sehr klug. Er konnte einem jeden erzählen, wie viele Kühe von welcher Farbe er hatte. Einmal machten sich zwei Frauen auf den Weg zu ihm; eine von ihnen hatte Eier dabei. Als sie die Hütte fast erreicht hatten, überlegte es sich die Frau anders und versteckte die Hälfte der Eier im Wald. Sie wollte nicht alle dem Hexenmeister überlassen. Nachdem die Frau ihr Anliegen mit ihm besprochen hatte, fragte sie ihn, wie viel sie ihm schuldig sei. Der Hexenmeister verlangte gewöhnlich keine Bezahlung, aber wenn jemand ihm freiwillig etwas gab, so nahm er es entgegen. "Nun, ihr habt ja schon im Walde beschlossen, wie viele Eier ihr mir geben wollt," antwortete der Hexenmeister. Die Frau wurde etwas verlegen. Sie gab ihm die Eier. Dann machten sich beide Frauen auf den Heimweg. Als sie die im Wald versteckten Eier holen wollten, sahen sie, dass darauf eine schwarze, zusammengeringelte Schlange lag. Sie verjagten sie von den Eiern und erschlugen sie. Als nun die Eier zu Hause gekocht wurden, zeigte es sich, dass sie mit einer schwarzen, teerähnlichen Masse gefüllt waren.

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