Tod der Hexenmeister

From Pasakas un teikas
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Einmal lebte in Lielbērznieki ein Hexenmeister namens Jukums. Er konnte das Vieh mit einem einzigen Blick töten. Die Leute wussten nicht mehr, wie sie sich vor ihm retten sollten. Endlich beschlossen sie, Jukums dem Gutsherrn zu übergeben, der ihn dann richten sollte. Der Herr beschloss, dass er verbrannt werden sollte. Als der Hexenmeister zum Scheiterhaufen gebracht wurde, erblickte er am Straßenrand einen Stier und konnte das Zaubern nicht lassen, auch wenn er zehnmal dem Tod in die Augen sehen musste. Der Stier machte einen Luftsprung, brüllte auf und fiel dann tot zu Boden, als hätte man ihn geschlachtet. Schließlich hoben sie den Hexenmeister auf den Scheiterhaufen, fesselten ihn und zündeten das Holz an. Als es brannte, kam ein großer Vogel herangeflogen, der von Zeit zu Zeit dem Hexenmeister zurief: "Jukums, halt aus, gib nicht auf!" Jukums riss sich zusammen: Gleich darauf rollte sein Herz vom Scheiterhaufen herunter und wollte entkommen. Aber der Gutsherr erblickte es und schnitt es mit dem Schwert durch. Das Herz war mit Wolle und Vogelfedern angefüllt. Sie warfen das zerteilte Herz ins Feuer zurück und nun verbrannte es.

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